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Nettetal: Bibliothek verkauft: Jansen kritisiert Optendrenk

Nettetal : Bibliothek verkauft: Jansen kritisiert Optendrenk

Die SPD-Landtagskandidatin Tanja Jansen wirft dem CDU-Landtagsabgeordneten Marcus Optendrenk vor, sich zu spät gegen den Verkauf der Bibliothek aus Schloss Krickenbeck gewendet zu haben. Jetzt sei es zu spät, um Krokodilstränen zu vergießen, erklärte Tanja Jansen: "Als Landtagsabgeordneter und finanzpolitischer Sprecher seiner Fraktion hätte sich Optendrenk für die wertvollen Schätze der Schlossbibliothek sehr viel früher einsetzen können - vielleicht sogar müssen. Er hat seine Stimme aber leider zu keiner Zeit öffentlich erhoben, um das historische Erbe unserer Region zu bewahren.

Einzigartige Zeugnisse niederrheinischer Geschichte sind damit für immer verloren. Da ist es wenig hilfreich, nun im Nachhinein Tränen des Bedauerns zu vergießen - wohlwissend, dass nichts mehr rückgängig gemacht werden kann." Der Landesregierung mangelndes Verständnis für den Wert von Heimat und Landesgeschichte vorzuwerfen, sei "bedauerlicherweise nicht mehr als ein plumpes Ablenkungsmanöver von eigener Untätigkeit und somit Augenwischerei für die Öffentlichkeit." Mit Jansen zeigte sich auch die Vorsitzende des Kulturausschusses, Renate Dyck (SPD), geschockt über den Verkauf der Bücher.

Ein frühzeitiges Engagement oder auch nur der Versuch einer Einflussnahme durch Optendrenk, hätte der Sache sicher nicht geschadet, teilten die Politikerinnen mit: "Leider ist das nicht passiert. Und deswegen haben wir alle wertvolles Kulturgut für die Öffentlichkeit verloren. Das bedauern wir sehr."

(biro)