Lokalsport: Zimmermann will als Aufsteiger adé sagen

Lokalsport : Zimmermann will als Aufsteiger adé sagen

Auf dem rechten Arm trägt Borussias Matthias Zimmermann ein Tattoo mit dem Motto, das ihn durch sein Leben begleitet. "Never stop fighting" steht dort zu lesen, und den Vorwurf, das Kämpfen jemals aufgegeben zu haben, den muss sich der noch 22-jährige gebürtige Pforzheimer nun wirklich nicht machen lassen.

In dieser Saison war er eine tragende Säule der U23, die am Samstag als feststehender Meister ihr letztes, bedeutungsloses Spiel beim FC Schalke II hat, bevor es am Mittwoch in das erste Aufstiegsspiel zur Dritten Liga geht, zunächst auswärts beim noch nicht feststehenden Nord-Meister.

2011 kam Zimmermann gemeinsam mit Lukas Rupp vom Karlsruher SC, und die Zeichen standen bei ihm gut für eine große Zukunft. Zweimal hatte er die Fritz-Walter-Medaille erhalten, mit der deutschen U17 wurde er Europameister. Doch der große Durchbruch blieb verwehrt. Nach Ausleihen zur SpVgg Greuther Fürth und zum SV Sandhausen kehrte er vor knapp einem Jahr nach Mönchengladbach zurück.

"Als mir dann mitgeteilt wurde, dass ich nur noch mit der U23 trainieren und spielen soll, war das alles andere als leicht für mich", sagt Zimmermann heute, der die Situation jedoch annahm, und wie. Seine starken Auftritte trugen maßgeblich zur besten Saison der U23 unter Trainer Sven Demandt bei, der ihn in 32 Spielen einsetzte.

In der frühen Phase der Saison sah es nach diesem grandiosen Verlauf noch nicht aus. "Aber dann kam diese Serie von 13 Spielen ohne Niederlage. Dann merkst du schon, dass du anderen voraus bist, wenn die patzen", erklärt Zimmermann. Den Grund für den kleinen Hänger in der entscheidenden Phase vor ein paar Wochen sieht er nicht unbedingt im Kopf. "Wir haben ja viele sehr junge Spieler, die sich an den Fußball bei den Männern noch gewöhnen mussten. Und zudem war es ja wirklich so, dass es plötzlich etwas zu verlieren gab."

Sicher hätte Zimmermann, den Demandt bewusst auch zum Führungsspieler machte, auch Lust, nach einem Aufstieg mit seinen Kollegen die Dritte Liga zu stürmen. Doch sein Vertrag läuft aus, und es gibt Gründe, die eine Verlängerung nicht als Option erscheinen lassen. "Ich bin dann in der neuen Saison ja Ü23-Spieler, davon haben wir mit Oliver Stang, Giuseppe Pisano und dem neu verpflichteten Thomas Kraus dann aber schon drei. Mehr dürfen nicht eingesetzt werden.

Deshalb ist für mich klar, dass ich eine neue Herausforderung suchen muss", sagt er. Gegen Schalke II könnte er am Samstag erst einmal zu den Spielern gehören, denen eine kleine Pause gegönnt wird. Gegen Bremen II oder Wolfsburg II, darauf läuft es hinaus, kommt es aber in der Aufstiegsrunde noch zweimal auf ihn an. "Wenn wir im Hinspiel auswärts ein Tor schießen, sollten wir alle Chancen haben. Dann noch einmal im großen Stadion zu spielen, ich weiß das, motiviert jeden einzelnen von uns zusätzlich."

(RP)
Mehr von RP ONLINE