Lokalsport: TVK könnte von Gummersbachs Problemen profitieren

Lokalsport: TVK könnte von Gummersbachs Problemen profitieren

Die Oberbergischen überlegen wohl, ihre Reserve aus der Dritten Liga abzumelden. Die wäre dann Absteiger, eine Relegation möglich.

Die Hoffnungen auf den Klassenerhalt haben beim TV Korschenbroich durch die 21:23-Niederlage beim OHV Aurich einen herben Dämpfer erhalten. Der Kontrahent steht nun mit sechs Punkten Vorsprung auf dem ersten Nichtabstiegsplatz, der TVK ist weiter Vorletzter.

Das muss aber nicht so bleiben - unabhängig vom weiteren sportlichen Abschneiden in dieser Saison. Denn inzwischen machen Berichte die Runde, dass der Bundesligist VfL Gummersbach seine Reserve abmelden möchte, um einen sechsstelligen Betrag zu sparen. Diese Reserve spielt eben in der Dritten Liga und wäre - sollten die Oberbergischen tatsächlich während der laufenden Saison zurückziehen - erster Absteiger. Vorletzter wäre dann das bisherige Schlusslicht ATSV Habenhausen, der TVK wäre Drittletzter. Das allein würde ihn zwar noch nicht retten, aber wahrscheinlich in eine Relegation gegen den Abstieg führen. Diese spielten auch im Vorjahr die vier Drittletzten der vier Drittliga-Staffeln, der TuS Volmetal richtete sie aus und sicherte sich da den Klassenerhalt.

Einstweilen ist das aber nur Theorie, der VfL Gummersbach ließ gestern eine Anfrage unserer Redaktion zu den Gerüchten und die Zukunft seines Unterbaus unbeantwortet.

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So oder so gibt es für den TVK auch noch einen sportlichen Weg, die Klasse zu halten. Nach der Niederlage gegen Aurich, bei der seine Mannschaft in den letzten fünf Minuten "unclever" agiert habe, sagte Trainer Ronny Rogawska, nun benötige sein Team unter anderem Überraschungen gegen Spitzenmannschaften der Liga. Passenderweise steht ein solches Duell morgen Abend (20 Uhr) beim Tabellenvierten Leichlinger TV an, der das Hinspiel 29:22 gewann. Bis zur 43. Minute (18:19) hatte der TVK da nur knapp zurückgelegen, nun müssen die Korschenbroicher zeigen, dass sie sich weiterentwickelt haben und den Favoriten sogar bezwingen können. "Wir haben uns sicher weiterentwickelt", sagt Rogawska. "Und wir fahren auf jeden Fall vorbereitet nach Leichlingen. Wir brauchen Überraschungssiege, das ist klar. Die Frage ist: Wie sehr glauben die Jungs daran, dass wir da etwas mitnehmen können? Das ist das Entscheidende, um ein gutes Spiel abzuliefern", sagt der Trainer und ergänzt: "Leichlingen ist eine super Mannschaft, aber wir müssen von Anfang an daran glauben, dass wir etwas bewegen können." Fraglich ist nur der Einsatz von Erik Hampel wegen einer Erkältung.

Unabhängig vom Ausgang der Saison hat Aaron Jennes seinen Vertrag in Korschenbroich verlängert. Der knapp zwei Meter große Kreisläufer sagt: "Ganz egal, was in der nächsten Saison kommt: Ich werde weiterhin immer 100 Prozent geben, um mit der neuen Mannschaft die Saisonziele umzusetzen." Dirk Wolf, der nach dieser Saison Rogawska ablöst, sagt über den 20-Jährigen: "Aaron hat sich im letzten Jahr sehr gut entwickelt - sowohl in der Abwehr, wo er die wichtige Rolle im Innenblock übernimmt, als auch im Angriff am Kreis."

(ame)
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