Lokalsport: Schmitz und Schneiders sind nun Favoriten

Lokalsport: Schmitz und Schneiders sind nun Favoriten

Die Neuwerker Läuferinnen sind vor den Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in prächtiger Verfassung.

Bei den NRW-Hallenmeisterschaften in Dortmund haben Jolina Schmitz und Paula Schneiders vom LAZ/Turnerschaft Neuwerk den Titel über 400 Meter bei den U 20-Juniorinnen und den Vizetitel über 1500 Meter bei den U 18-Juniorinnen geholt. Beide starten in drei Wochen bei den Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Halle (Saale).

Schmitz hatte in Linda Buschke (ASV Köln) eine starke Gegnerin. Die Gladbacherin lief im 400-Meter-Rennen gleich nach vorn, wenn auch mit einer etwas zu langsamen ersten Runde. Da ihre Mitstreiterinnen aber nicht richtig ins Rollen kamen, führte Schmitz sie in die zweite Runde. Die LAZ-lerin baute ihre Führung immer weiter aus. Völlig unbedrängt sicherte sie sich in starken 58,10 Sekunden und mit über einer Sekunde Vorsprung schließlich den Titel vor Buschke (59:15). Schmitz freute sich zwar über den Sieg, aber weniger über die Zeit. "Ich habe mich überhaupt nicht verausgabt", sagte sie etwas verärgert. "Ich hätte bei der fehlenden Konkurrenz vielleicht ein höheres Tempo anschlagen können. Das wird mir bei den Deutschen bestimmt nicht passieren."

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Bei Paula Schneiders befand sich unter den zwölf Starterinnen auch die Topfavoritin Lea Kruse (FC Schalke 04). Keine der guten Läuferinnen wollte (oder durfte) Tempo machen. So lief Schneiders nach der Startkurve an die Spitze. Mit hohem gleichmäßigen Tempo sorgte sie dafür, dass sich das Feld schnell auseinanderzog. Lediglich Kruse und Rahel Böhmel (Sonsbeck) folgten ihr. Nach schnellen ersten 1000 Metern (3:02) ließ auch Böhmel abreißen. Die Schalkerin hing dagegen, wie in fast jedem Rennen, an Schneiders' Fersen und ließ sich um das Oval ziehen. Auf den letzten 180 Metern trat sie aus dem Windschatten der Gladbacherin heraus und setzte sich ein paar Meter ab. Schneiders folgte ihr zwar, konnte aber den Angriff nicht mehr kontern. "4:33,89 Minuten bedeuten für mich persönliche Hallen- und Freiluftbestzeit und das quasi im Alleingang", sagte Schneiders. In der Deutschen Hallenbestliste schob sie sich damit auf Platz drei und gehört nun zum engsten Favoritinnen-Kreis bei den Deutschen Meisterschaften.

(off)