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Fußball: Eine sehr kompakte Stadtmeisterschaft

Fußball : Eine sehr kompakte Stadtmeisterschaft

Binnen einer Woche wird in der Jahnhalle der Sieger ermittelt. Es beginnt das Turnier mit einem Super-Wochenende: Die ersten vier Gruppen spielen heute und morgen. Axel Tillmanns ist die neue Stimme der Hallenmeisterschaft.

Kompakter als in diesem Jahr kann die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft der Senioren nicht sein. Los geht es am heutigen Samstag, genau eine Woche später steht die Endrunde an. Silvester und Neujahr wird zwischendurch noch pausiert. Möglich ist dies, weil am heute beginnenden Super-Wochenende die ersten vier Gruppen binnen zwei Tagen über die Bühne gehen - vor insgesamt sicher mehr als 2000 Zuschauern. Zum 32. Mal wird um den Pokal der Rheinischen Post gespielt.

Eine besondere Stadtmeisterschaft wird es auch für Bert Gerkens, den Präsidenten des ausrichtenden Stadtsportbundes (SSB), sein. Denn im März wird er nach 17 Jahren sein Amt abgeben. Mehr als die Hälfte der Geschichte der Veranstaltung hat er mitgeprägt. Wie so oft ist das Ende zugleich ein Anfang. Denn für den neuen Hallensprecher Axel Tillmanns, der ab Februar auch den Geschäftsführerposten beim SSB übernimmt, wird es der erste Auftritt am Hallenmikrofon sein. Er übernimmt die Aufgabe des Hallensprechers von Bernd Schoemann, der im Frühjahr starb. Schoemann hatte die Meisterschaft mit seiner amüsanten, aber gleichwohl sachlichen Art über Jahre vom Mikro aus begleitet, er war die Stimme der Stadtmeisterschaft.

Nach jahrelangen Diskussionen ist Furious Futsal morgen erstmals bei der Hallen-Stadtmeisterschaft dabei. Doch die Premiere erwischt den Klub in der vielleicht schwierigsten Phase der Vereinsgeschichte. Antreten wird der Debütant auf jeden Fall, doch das Personal ist so knapp, dass Spielertrainer Bünyamin Türkhan sogar mehr als ernsthaft erwägt, die Mannschaft zur Saison-Rückrunde aus dem Spielbetrieb zu nehmen und damit den Klub faktisch auch aufzulösen. So könnte die Premiere möglicherweise auch der Abgesang sein.

Bei der Frage nach den Favoriten werden auch diesmal die Landesligisten 1. FC und Odenkirchen am häufigsten genannt - die Vorzeichen haben sich jedoch ein wenig verändert. "Wir werden sicherlich nicht in Bestbesetzung antreten, weil wir einige angeschlagene Spieler haben und die Rückrunde einfach wichtiger ist", sagt FC-Co-Trainer Khaled Daftari. Und jeder wird vor dem Hintergrund einer realistischen Chance auf den Aufstieg in die Oberliga, in der der hiesige Fußballkreis bisher nicht vertreten ist, dafür Verständnis haben. Die Odenkirchener hingegen werden mit voller Fahrt in die Stadtmeisterschaft gehen. "Wir haben bis auf zwei Urlauber alle Spieler dabei und werden versuchen, dem FC erneut Paroli zu bieten", sagt der Sportliche Leiter Mathias Komor.

Spannend ist auch die Frage, welche Außenseiter diesmal für eine Überraschung sorgen können. So ist etwa zu hören, dass Odenkirchen-Süd zumindest über eine gute erste Vier verfügen soll, auch die technisch guten Teams des KFC Welate Roj oder des FC Maroc könnten an einem guten Tag immer für eine Überraschung gut sein. Allerdings hat in mehr als 30 Jahren noch nie ein B-Ligist den Pokal gewonnen, und mit Giesenkirchen und dem SC Hardt waren auch nur zweimal Mannschaften aus der Kreisliga A erfolgreich. Beide spielen auch aktuell in der Kreisliga A.

Die Vorrunde wird am Dienstag noch im alten Jahr abgeschlossen. Am Freitag steht die Zwischenrunde der Gruppenzweiten an, in der noch einmal zwei Endrunden-Teams ermittelt werden.

Alle Spiele gibt es auch im Liveticker unter fupa.net/niederrhein zu sehen.

(kpn)