Fußball: Ausgleich leitet die Wende ein

Fußball : Ausgleich leitet die Wende ein

Nach 1:0-Führung und 1:2-Rückstand bejubelt Oberligist VfB 03 doch noch einen Sieg.

Nach 1:0-Führung und 1:2-Rückstand bejubelt Oberligist VfB 03 doch noch einen Sieg.

VfB 03 Hilden - SC Düsseldorf-West 3:2 (1:2). Es war eine Oberliga-Begegnung mit Höhen und Tiefen. Und es war auf beiden Seiten eine Portion Glück mit im Spiel. Dass Fortuna den Hildenern vor allem in der Schlussphase gut gesonnen war, brachte der Mannschaft von Marcel Bastians den Sieg. Es war bereits der zweite in dieser Saison über den SC West, und es war einer, der sich nachhaltig in der Tabelle niederschlug, denn die Gastgeber kletterten durch den Erfolg auf den vierten Platz. "Mit Glück allein kann man das nicht schaffen", konstatierte Trainer Bastians. Gleichwohl verhehlte auch er nicht, dass sein Team nach 25 Minuten das Kommando in der Partie abgab und fortan erst einmal dem Kontrahenten das Feld überließ. Entsprechend angefressen war daher Sebastian Siebenbach, der früher selbst das VfB-Trikot trug. "Wir hatten die Hildener im Griff - und dann fallen die Tore. Jetzt stehen wir wieder ohne Punkt da", haderte der Düsseldorfer Torhüter mit der Entwicklung in der letzten Viertelstunde.

Es war zweifelsohne Pech, dass sich Simon Deuß im Kopfballduell mit Manuel Schulz eine heftig blutende Platzwunde zuzog und deshalb vom Feld musste. Kurze Zeit agierten die Platzherren daher in Überzahl. Patrick Percoco brachte das Leder von der rechten Seite in die Strafraummitte. Und dort beförderte Christoph Zilgens die Kugel ins eigene Netz. Für die Hildener war das Eigentor eine glückliche Fügung, denn der Ausgleich zum 2:2 (76.) beflügelte sichtlich. Und als sich dann auch noch der eingewechselte Fabio di Gaetano ein Herz fasste und von der linken Strafraumhälfte abzog, war das VfB-Glück vollkommen - ein West-Akteur fälschte den Schuss unhaltbar ab. Damit war die Niederlage der Düsseldorfer perfekt. Für Siebenbach hatte sie erneut einen bitteren Beigeschmack. "Das waren zwei Eigentore", sagte er - und schritt missmutig von dannen.

Auf der anderen Seite war die Laune natürlich eine ganze Ecke besser, auch wenn spielerisch nicht alles passte. "Ich bin froh, dass uns nach langer Zeit wieder zwei Siege hintereinander gelungen sind", konstatierte Marcel Bastians. Und ergänzte: "Das ist ein schöner Tag heute, auch wenn der Sieg glücklich zustande gekommen ist."

Dabei hätten die Hildener schon in der ersten Halbzeit für klare Verhältnisse sorgen können, doch da ließen sie die notwendige Entschlossenheit vermissen. Pascal Weber (16., 18.) und Stefan Schaumburg (21.) vergaben die ersten Möglichkeiten des VfB 03. Besser machte es Sekunden später Manuel Schulz, der nach einer Schaumburg-Ecke den Ball am langen Pfosten über die Linie köpfte. Zwei Minuten später hatte Calli Weber das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte aber im Eins-gegen-eins an Siebenbach (23.). In der Folge fanden die Düsseldorfer besser in die Partie. Nach einer Ecke landete der Ball nach einem verunglückten Schussversuch von Merveil Tekadiomona vor den Füßen von Marcel Ewertz, der von der linken Strafraumhälfte zum 1:1 (25.) in die rechte untere Ecke traf. In diesem Moment sah die VfB-Abwehr gar nicht gut aus. Und geriet nach einem weiteren Eckball in fast identischer Weise sogar in Rückstand. Diesmal aber landete das Leder gezielt bei Ewertz, der erneut von links ins rechte untere Eck zum 2:1 (40.) vollendete. Für die Hildener war das vor der Pause ein bitterer Rückschlag.

Nach dem Wiederanpfiff hatte der SC West die Vorentscheidung vor Augen. Dennis Ordelheide (52.) und Tim Kosmala (55.) trafen aber jeweils nur den Pfosten. Auch deshalb neigte sich danach die Waagschale zugunsten der Hildener, die noch ein Abseitstor (83.) erzielten.

(RP)