Fußball: 1. FCW nimmt einen neuen Anlauf

Fußball : 1. FCW nimmt einen neuen Anlauf

In der vergangenen Saison verpassten die Wülfrather Fußballer in der Relegation die direkte Rückkehr in die Landesliga. Jetzt ist die Mannschaft der Bezirksliga-Gruppe 2 zugeordnet - und da warten vor allem kampfstarke Gegner.

TSV Ronsdorf - 1. FC Wülfrath. Neues Spiel, neues Glück: Unter diesem Motto starten die Fußballer des 1. FCW in die Meisterschaft. Es ist bereits die zweite Spielzeit in Folge, die die Wülfrather in der Bezirksliga absolvieren müssen. In der vergangenen Saison schrieb sich der Landesliga-Absteiger den direkten Wiederaufstieg auf die Fahne. Das Unterfangen misslang, weil Titelrivale FC Remscheid zu stark war und am Ende den ersten Platz belegte. Als Tabellenzweiter machte sich der FCW jedoch große Hoffnungen, in der Relegation nachzuziehen. Gleich in der ersten von möglichen drei Begegnungen kassierte die Mannschaft von Maik Franke aber eine unerwartete Niederlage, unterlag beim TuS Fichte Lintfort glatt mit 0:3 - der Traum von der Landesliga-Rückkehr war damit schneller beendet, als gedacht. Für den Coach hatte das Konsequenzen: Nur drei Tage später verkündete der Verein die Trennung von Maik Franke.

"Letztes Jahr hatten wir eine gute Chance, aber die haben wir leider verpasst. Das ist eine Sache, die noch immer schmerzt, denn es wird von Jahr zu Jahr immer schwerer, aufzusteigen", gesteht Michael Massenberg. Nun hofft der Vorsitzende des 1. FCW, dass die Mannschaft in dieser Saison wieder oben mitmischen kann. Mit Robert Begovic, Martin Haschke und Joachim Dünn hat jetzt ein Dreigespann das Sagen auf der Bank. "Wir hatten einige Anfragen, haben aber letztlich die interne Lösung bevorzugt", sagt Massenberg.

Die Vorbereitung der Wülfrather verlief durchwachsen. "Es hat etwas gedauert, bis wir in Tritt gekommen sind. Einige waren in Urlaub, andere verletzt", berichtet Massenberg. In acht Testspielen gab es fünf Niederlagen - unter anderem gegen die Oberligisten SSVg Velbert und Ratingen 04/19 - und drei Siege. Gerade in den Partien gegen Velbert und Ratingen verkauften sich die FCW-Fußballer jedoch gut. Und weil sie am Ende der Vorbereitung klare Erfolge über die U 23 der SSVg Velbert (5:1) und beim TuS Mündelheim (1:6) feierten, glaubt Massenberg: "Wir haben zum Abschluss viel Selbstbewusstsein getankt und gehen optimistisch in die Saison." Allerdings wartet am Sonntag (15.30 Uhr, Sportplatz Parkstraße, Wuppertal) ein Gegner, den er als "kampfstark und gut" einschätzt. Ein schwerer Brocken also, der Respekt abverlangt, deshalb betont Massenberg: "Das ist schon eine Standortbestimmung." Gleichwohl sagt der FCW-Vorsitzende: "Ich hoffe, dass wir an die zuletzt guten Leistungen anknüpfen und die Punkte mit nach Wülfrath nehmen."

Damit der frühere Oberligist im Kampf um den Titel ein Wörtchen mitreden kann, haben die Verantwortlichen den Kader vor allem in der Offensive noch einmal gut verstärkt. Neu im Team ist Davide Mangia. Der 26-Jährige spielte in der vergangenen Saison noch für den VfB Solingen und trumpfte mit 25 Toren auf. Kurzfristig verpflichteten die Wülfrather mit Som Essoumé eine weitere erfahrene Offensivkraft. Der Mittelfeldakteur hatte in Deutschland seine beste Zeit, als er in Diensten des Oberligisten ETB SW Essen stand. Von dort aus wechselte er ins College-Team der Virginia Tech University und studierte in den vergangenen vier Jahren in den USA, machte nur in den mehrmonatigen Semesterferien einen Abstecher in die Heimat. Nun kehrte er ganz nach Deutschland zurück und schloss sich den Wülfrathern an. In der Innenverteidigung sollen Robin Fellgiebel (TSV Ronsdorf) und Christian Luvuezo (FSV Duisburg) die Lücke schließen, die Martin Haschke hinterließ.

Ob der 1. FCW im oberen Drittel mitmischen kann, bleibt abzuwarten. "Diesmal sind wir der Essener Gruppe zugeordnet worden, und die ist schwerer", will der Vorsitzende die Messlatte nicht zu hoch hängen. Und zählt Mannschaften wie den VfB Frohnhausen, TVD Velbert oder ASV Wuppertal ebenfalls zu den Favoriten. An einem lässt Massenberg jedoch keinen Zweifel: "Wir gehören als Verein und mit der Anlage in die Landesliga, und das Ziel verfolgen wir." Gleichwohl weiß er: "Wir müssen da auch die anderen Vereine berücksichtigen, die gute Arbeit leisten."

(RP)
Mehr von RP ONLINE