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Meerbusch: Trauer um den langjährigen Pfarrer Willi Dapper

Meerbusch : Trauer um den langjährigen Pfarrer Willi Dapper

Am Freitag wird der Geistliche, der 33 Jahre in Meerbusch wirkte, in Lank beigesetzt.

Am Sonntag ist der langjährige Meerbuscher Pfarrer Willi Dapper im Alter von 71 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben. 33 Jahre war er Pfarrer der Gemeinden in Lank-Latum, Nierst, Kierst, Ilverich und Bösinghoven, bis er Ende 2009 in den Ruhestand ging. 33 Jahre, in denen er die katholische Kirche für die Meerbuscher Gemeinden öffnete und neue Ideen einbrachte. Er räumte seinen Gemeindemitgliedern viele Freiheiten ein, insbesondere, was die Ausgestaltungen der Messen anging. Zwei Schlaglichter seines Wirkens sind die Zusammenarbeit in der Ökumene und das Organisieren von Studien- und Pilgerreisen. Die gingen meistens in den Süden an biblische Orte, darunter Israel und der Paulusweg. So oft es ging, fuhr Dapper mit. Nicht zuletzt, um eines seiner Hobbys auszuleben: das Segeln.

In der Gemeinde war der Pfarrer sehr beliebt. Drei Generationen bleibt er als herzlicher Mann in Erinnerung, der sich immer für seine Pfarre einsetzte. "Willi Dapper war von seinem Naturell eher zurückhaltend, hielt aber bis zuletzt den Kontakt zu seinen Gemeindemitgliedern. Das machte ihn aus", sagt Lothar Großpietsch, der 40 Jahre lang Vorsitzender des Stephanus-Chores war.

Geboren am 28. Juni 1940 wurde Dapper am 5. März 1966 zum Priester geweiht. Elf Jahre später trat er sein Amt in Meerbusch an. Am Freitag, 22. März, wird in der Pfarrkirche St. Stephanus in Lank um 9.30 Uhr das Auferstehungsamt gehalten. Anschließend wird Willi Dapper auf dem Lanker Friedhof beigesetzt. Sein letzter Wille: statt Kranz- oder Blumenspenden soll für Kalpetta gespendet werden. Seit 35 Jahren unterhält die Pfarrgemeinde St. Stephanus eine Partnerschaft mit der indischen Pfarrei St. Vinzenz in Kalpetta.

(RP)