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Meerbusch: Vodafone verbessert sein Mobilfunknetz

Meerbusch : Vodafone verbessert sein Mobilfunknetz

Der Rat beauftragt den Telefon-Riesen damit, einen neuen Funkmast in Langst-Kierst aufzustellen. Spätestens in einem Jahr ist der schnellste Mobilfunkstandard LTE verfügbar. Der Stadt entstehen für den Bau der Anlage keine Kosten

Kunden des Mobilfunk-Anbieters Vodafone werden in den kommenden Jahren zufriedener auf die Balken auf ihrem Handy-Display schauen, die das Netzsignal anzeigen. Der Bau- und Umweltausschuss hat entscheiden, dass in Langst-Kierst ein neuer Funkmast errichtet wird. Der Vertrag läuft bis zum 31. Dezember 2040, das Netz steht ab Frühjahr 2014 bereit.

Damit ist für Vodafone der Weg frei, um in den kommenden Monaten die 30 Meter hohe Anlage auf dem Gelände des Entwässerungsbetriebsgebäudes Am Oberbach zu installieren. Die Kosten von 130 000 Euro trägt der Konzern. Vodafone und die Stadt haben sich darauf geeinigt, sich gegenseitig monatlich 150 Euro zu zahlen; die Stadt für die Mitnutzung des Mastes, das Unternehmen für die Nutzungsgebühren.

"Das Projekt liegt uns am Herzen, da viele unserer Kunden in Meerbusch ein schnelleres Netz angeregt haben", sagt ein Sprecher des Unternehmens. In einem Umkreis von mehr oder weniger acht bis zwölf Kilometern wird Vodafone mit dem neuen Mast, der den bisherigen 14 Meter hohen Mast der Stadt ersetzen wird, erstmals in Meerbusch LTE (Long Term Evolution) liefern. Bislang war das ein Alleinstellungsmerkmal der Telekom, die einen entsprechenden Mast an der Straße An der Strempe in Strümp installiert hat. Die Meerbuscher Vodafone-Kunden profitieren lediglich vom LTE-Signal aus umliegenden Städten. "Die Antenne des Mastes wird wohl so ausgerichtet, dass das Signal mehr in Richtung Wohnhäuser und Gewerbegebiete geht als Richtung Rhein", erklärt der Sprecher.

Der Mobilfunkstandard LTE ermöglicht Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde im Download und bis zu zehn Megabit pro Sekunde im Upload. Die Flächenversorgung bleibt gleich. Lediglich das Signal werde stärker, vor allem in Langst-Kierst und Ilverich.

Der Befürchtung von Mike Kunze (CDU), dass in den kommenden Jahren weitere 30 Meter hohe Mobilfunkmaste rund um Langst-Kierst gebaut werden könnten, wirkte die Verwaltung entgegen. Im Vertrag sei geregelt, dass auch andere Telefonanbieter den Mast mitnutzen könnten.

Zudem hat die Stadt die Möglichkeit, eigene Systeme am Mast anzubringen. So soll der Ausbau des Digitalfunks vorangetrieben werden. "Alle städtischen Fahrzeuge sind per analogem Funk verbunden", erklärt der Leiter des Fachbereichs Straßen und Kanäle, Wolfgang Trapp. "Der Digitalfunk ist weniger störanfällig und bringt höhere Leistung." Bevor die Stadt aber umstellen könne, würde noch einige Zeit vergehen. Zunächst müssten die Zentralen und Funkgeräte auf Digitalfunk umgestellt werden.

(RP/rl)