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Krefeld: TuS steckt im Abstiegskampf

Krefeld : TuS steckt im Abstiegskampf

Nach einer 1:3-Niederlage bei den Sportfreunden Hamborn steckt der TuS Bösinghoven weiter in der Ergebniskrise und muss sich mit dem Abstiegskampf beschäftigen. Dabei ging er sogar durch Kevin Dauser in Führung.

Fussball/Niederrheinliga "Wir haben zu wenig für das Spiel getan. So reicht es einfach nicht für diese Liga", sagte Trainer Wolfgang Jeschke nach der 1:3-Schlappe gegen die Sportfreunde Hamborn. Damit wartet seine Mannschaft nun seit sieben Spielen auf ein Erfolgserlebnis. Da allerdings auch die unmittelbaren Konkurrenten patzten, blieb der TuS mit 25 Punkten auf Platz 13 stehen.

Dabei begann das Spiel durchaus hoffnungsvoll für die Gäste. Daniel Palac zog aus 16 Metern ab, setzte den Ball aber knapp neben den Kasten. Auf der Gegenseite musste sich TuS-Keeper Oliver Haßler bewähren, als er einen Schuss aus sieben Metern abwehrte. Die anschließende Ecke ging nur knapp über die Latte. In der 14. Spielminute erzielte Bösinghovens Top-Torschütze Kevin Dauser die 1:0-Führung – und zwar per Traumtor. Kurz vor der Grundlinie zog er von links einfach mal ab und der Ball schlug im rechten Winkel ein.

Gegner ins Spiel gebracht

Die Freude über das Tor hielt jedoch nicht lange an. Noch in der gleichen Minute musste Boubacar Coulibaly wegen einer Muskelverhärtung durch Tim Heinze ersetzt werden. "Es ist immer ärgerlich, dass man mitten im Spiel die Abwehr umbauen muss. Aber Tim hat seine Sache gut gemacht", meinte Jeschke. Bis zur 30. Minute hatte seine Mannschaft das Spiel fortan im Griff, aber es war, wie so oft in den letzten Wochen. Der TuS brachte den Gegner wieder selbst zurück ins Spiel. In der eigenen Hälfte verlor die Jeschke-Elf den Ball, so dass Hamborns Torjäger Daniel Brosowski frei vor Haßler das 1:1 erzielen konnte. "Wir standen viel zu weit weg von den Gegenspielern. Auf einmal fehlte die ganze Ordnung", ärgerte sich Jeschke.

Kurz nach der Pause gelang den Gastgebern, die sich unter der Woche von Trainer Heiko Heinlein getrennt hatten, ein Doppelschlag. Interimscoach Ali Güzel schien in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben. "Wir sind überhaupt nicht in die zweite Hälfte gekommen und haben das Spiel so hergeschenkt", sagte Jeschke frustriert. In der 54. Minute spielte Hamborn einen langen Ball in die Spitze, und Brosowski überwand Haßler mit einem Flachschuss.

Im Anschluss gelang Richard Zander das 3:1, sein Freistoß aus 20 Metern fand den Weg durch die Mauer und schlug flach in der linken Ecke ein. "Die Niederlage war vollkommen verdient, wir sind überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen", schimpfte Jeschke.

(RP)