Fußball : TuS kommt nicht in Tritt

Mit einer 1:2-Niederlage gegen den 1. FC Wülfrath geht die Niederlagenserie des TuS Bösinghoven weiter. Sowohl Offensive als auch Defensive offenbarten gegen einen schlagbaren Gegner Schwächen.

Am Ende keimte noch einmal die Hoffnung auf, wenigstens einen Punkt zu Hause behalten zu können. Stefan Galster hatte gerade nach einer Freistoßflanke von Neuzugang Daniel Klinger per Kopf den Anschlusstreffer besorgt. Zu diesem Zeitpunkt hatte der TuS aber bereits mit 0:2 zurückgelegen und es waren nur noch zehn Minuten zu spielen.

Es änderte sich nichts mehr am Ergebnis. Der TuS Bösinghoven konnte auch sein zweites Spiel nach der Winterpause nicht gewinnen und verlor gegen den 1. FC Wülfrath mit 1:2 (0:1). Wie schon in der vergangenen Woche gegen den SV Hilden-Nord (1:2) waren vor allem individuelle Schwächen ausschlaggebend. "Wir machen im Moment einfach zu viele unnötige Fehler. So reicht es nicht für Punkte", monierte Bösinghovens Trainer Wolfgang Jeschke.

Nachdem sich die ersten 20 Minuten ausgeglichen gestaltet hatten, gelang den Gästen aus Wülfrath nach 24 Minuten das 1:0. Marco Manske setzte sich mühelos gegen die Abwehr der Schwarz-Gelben durch und traf aus 14 Metern in die lange Ecke. Jeschke ärgerte sich über das Defensivverhalten seines Teams: "Wir haben nur reagiert statt selbst zu agieren."

Die restliche Halbzeit wirkte der Gastgeber geschockt und ging fahrig mit dem eigenen Ballbesitz um. In den Schlussminuten der ersten Hälfte geriet Schiedsrichter Torsten Schwerdtfeger in den Blickpunkt. Erst wurde Kerim Gürdal im Strafraum der Gäste sehr hart angegangen, dann wurde Roberto Gambino rotwürdig gefoult. Doch beide Male blieb der Pfiff verwehrt.

Nach der Pause begann der TuS sehr engagiert, Galster brachte den Torhüter der Gäste mit einem 30-Meter-Schuss in Bedrängnis. Auch Erkan Sevinc hatte mit zwei Kopfbällen aus kurzer Distanz Chancen zum Ausgleich. Doch eine alte Fußballweisheit bewahrheitete sich: Wer seine Chancen vorne nicht nutzt, wird dafür hinten bestraft. In der 70. Minute foulte Robert Palikuca seinen Gegenspieler und der Referee entschied auf Elfmeter. Engin Kizilarslan verwandelte eiskalt.

Ab der 78. Minute waren die Wülfrather nur noch zu zehnt, da ein Spieler mit Gelb-Rot vom Feld verwiesen wurde. Bis auf den Anschlusstreffer durch Galster konnte der TuS dies aber nicht mehr ausnutzen. "Wir spielen derzeit nach vorne zu kompliziert. Uns fehlt die Leichtigkeit", zeigte sich Jeschke unzufrieden.

(RP)