Krefeld : TuS punktet endlich wieder

Mit einem 1:1 und einer verbesserten Leistung gegen den SC Kapellen-Erft sicherte sich der TuS den ersten Punkt in der Rückrunde. Zwei Elfmeter und eine umstrittene Rote Karte sorgten für die Höhepunkte.

Fussball/Niederrheinliga "Wir haben zwei Punkte liegen gelassen", bilanzierte Trainer Wolfgang Jeschke. Es hatte nicht ganz für den "dreckigen Sieg" gereicht, den der TuS Bösinghoven unbedingt erringen wollte. Beim 1:1 (1:0) gegen den Tabellensechsten SC Kapellen-Erft überwog letztlich doch die Enttäuschung darüber, dass die Halbzeitführung nicht bis zum Schlusspfiff verteidigt werden konnte.

Wie schon am vergangenen Spieltag mussten die Bösinghovener vor dem Anpfiff einen Rückschlag hinnehmen. Christian Spielmann verletzte sich beim Aufwärmen und musste durch Boubacar Coulibaly ersetzt werden.

Dennoch zeigte der TuS von Beginn an, dass er die Niederlagenserie endlich beenden wollte und er versuchte, das Spiel zu kontrollieren. Nach 14 Minuten kamen die Schwarz-Gelben zu ihrer ersten guten Möglichkeit. Nach einem hohen Ball auf Robert Palikuca, köpfte dieser den Ball in die Hände des Gäste-Keepers Stefan Offermann.

1:0-Führung durch Yesil

In der 33. Spielminute geriet Schiedsrichter Florian Kötter das erste Mal in den Mittelpunkt. Im Strafraum der Gäste berührte ein Kapellener den Ball mit der Hand, der Referee entschied auf Elfmeter. Mehmet Yesil übernahm die Verantwortung und verwandelte zur Führung. Angetrieben vom Erfolgserlebnis drängten die Hausherren weiter nach vorne. "Wir haben leider zu viele Möglichkeiten ausgelassen", ärgerte sich Jeschke. In den letzten zehn Minuten vor der Pause hatten beide Teams noch Chancen auf ein Tor. In der 39. Minute hatte Roberto Gambino das 2:0 auf dem Fuß. Er tauchte frei vor Offermann auf, scheiterte aber am Keeper. Auf der Gegenseite kam Stürmer Robert Niestroy zum Abschluss, fand aber seinen Meister in TuS-Torwart Oliver Haßler (42.), der stark parierte.

Nach dem Seitenwechsel suchte der TuS weiter das Heil in der Flucht nach vorne, allerdings ohne durchschlagenden Erfolg. In der letzten Viertelstunde geriet der Schiedsrichter wieder in den Blickpunkt. Kötter entschied auf Elfmeter, nachdem Gambino seinen Gegenspieler zu Fall gebracht hatte. "Das war klar außerhalb des Sechzehners", urteilte Jeschke. Patrick Becker ließ sich die Chance aber nicht nehmen und erzielte das 1:1 (76.).

In der 90. Minute wurde Jeschkes Ärger noch größer. Gut 25 Meter vor dem Tor hielt Stefan Galster einen Gast am Trikot fest, der Schiedsrichter bewertete die Aktion als Notbremse und zückte Rot. "Das war auf keinen Fall eine Notbremse, der Gegenspieler wäre niemals frei durch gewesen", meinte Jeschke.

(RP)