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Meerbusch: Golfen für den guten Zweck

Meerbusch : Golfen für den guten Zweck

Den achten Business Cup der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) veranstaltet der Rhein-Kreis Neuss zum ersten Mal in Meerbusch. Prominente Spitzensportler sollen möglichst viele Teilnehmer locken.

Golf spielt die mehrfache Olympiasiegerin Heide Ecker-Rosendahl "nur gelegentlich". Doch wenn es um den guten Zweck geht, greift sie mit Engagement zum Schläger. Verbesserung des Handicaps 33 nicht ausgeschlossen. Die mehrfache Goldmedaillengewinnerin ist dabei, wenn am 16. September im Golfpark Meerbusch der achte Business Cup startet, den die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Rhein-Kreises Neuss (WFG) organisiert. Adressat der Spenden ist diesmal die Herman van Veen-Stiftung, deren Vorstand Ecker-Rosendahl angehört. Sie wird im blauen Shirt mit Alfred-J.-Kwak-Emblem antreten, das ihr der Vorsitzende Hans-Werner Neske gestern beim Pressegespräch mitgab.

Mit prominenten Spitzensportlern wie dem Schwimmer Christian Keller, Rudi Altig, der Ikone des Radsports, dem Fußball-Weltmeister und heutigen Vize-Präsident von Borussia Mönchengladbach Rainer Bonhof und Heiner Brand, ehemaliger Nationaltrainer der Handballmannschaft, lockt der Veranstalter. Dr. Arndt Neuhaus, Vorstandsvorsitzender der RWE, kündigte darüber hinaus noch Überraschungsgäste an. Als Sponsor stehen ihm Plätze zu, die er diesmal nicht für seine Kunden nutzen wolle, sondern an Spitzensportler vergeben will. "Ich hoffe, dass viel Geld für den guten Zweck zusammenkommt", sagt er im Pressegespräch.

Insgesamt 300 000 Euro haben die Teilnehmer des Business Cups in den vergangenen Jahren eingespielt. "Wir wollen in diesem Jahr etwas für Kinder und Jugendliche tun", erläuterte WFG-Geschäftsführer Jürgen Steinmetz die Entscheidung für die Herman van Veen-Stiftung. Bisher habe man die Turniere auf dem Platz am Rittergut Birkhof in Korschenbroich ausgetragen. "Dort gab es diesmal keinen Platz", so Steinmetz. "Wir haben in Meerbusch aber mehr als nur einen guten Ersatz gefunden." Passend zu den Bemühungen der Städte und Kreise der Region, sich stärker zu vernetzen, habe man als Location für die Abendveranstaltung im Düsseldorfer Maritim Hotel gebucht.

Steinmetz hofft auf rege Teilnahme. Auf dem Golfplatz erwartet er etwa 120 Spieler, die gegen ein Startgeld von 200 Euro ihre Caddys über das Grün ziehen. Am Abend geht er von rund 400 Gästen aus. Der Eintritt für die Abendveranstaltung beträgt 75 Euro, einschließlich eines Schnupperkurses liegt er bei 100 Euro.

Das Programm auf dem Platz, der an diesem Tag für den Business Cup reserviert ist, beginnt um 10 Uhr mit einem Frühstück, bevor es nach einem kurzen Aufwärmtraining (Pre-Shot-Gymnastik) zum Einschlagen auf die Driving Range geht. Um 11.30 Uhr nehmen die Teilnehmer ihre Startplätze ein. Die Klassen werden nach Meldeschluss festgelegt. Bei gleichen Ergebnissen werden bis zur Entscheidung die besseren 9,6,3,1-Löcher gewertet. Die Sieger wird Landrat Hans-Jürgen Petrauschke im Maritim ehren (20.30 Uhr).

Bernhard Lindenbuß, Geschäftsführer des Meerbuscher Golfclubs, sieht den Imgagegewinn. "Wir sind Teil des Rhein-Kreises und fühlen uns geehrt, dass dieses Turnier hier ausgetragen wird."

Dieter Welsink, Medicorea-Chef, und einer von insgesamt zehn Sponsoren, setzt ebenfalls auf das Zusammenrücken der Gemeinden. "So wird die Vielfalt des Kreises deutlich", sagt er und freut sich, dass seine neue Dependance in Meerbusch gut anläuft.

Heide Ecker-Rosendahl, die aus Hückeswagen stammt und in Leverkusen lebt, kennt Meerbusch eher von den Autobahnschildern und vom Streit um die Olympia-Bewerbung. Jetzt ist sie gespannt auf die Anlage und setzt auf viele Teilnehmer beim Business Cup.

(RP)