Feuerwehr Meerbusch beklagt unnötige Einsätze

Appell der Feuerwehr Meerbusch : „Falscher Alarm“ wegen Kleintieren

In den vergangenen Wochen wurde die Feuerwehr Meerbusch verstärkt zu Einsätzen mit Kleintieren gerufen. Diese Notrufe seien oft unnötig, beklagen die freiwilligen Helfer.

(RP) Am Freitagabend musste die Feuerwehr Meerbusch erneut zu einem Kleintier-Einsatz ausrücken. In Büderich waren zwei Küken vermutlich aus dem Nest gefallen und bereits so geschwächt, dass sie auf der Rückfahrt zum Gerätehaus starben. In diesem Zusammenhang teilt die Feuerwehr mit, dass es gerade in Büderich in den vergangenen Wochen vermehrt Notrufe wegen vermeintlich hilfsbedürftiger Kleintiere gegeben hat. Für die freiwilligen Helfer bedeuten diese Alarmierungen oft unnötige Einsätze. Zwar gehöre die Rettung von Tieren, direkt nach dem Schutz von Menschenleben, zum zweithöchsten Gut, zu dessen Schutz die Feuerwehr verpflichtet ist, heißt es in einer Mitteilung. Sie dürfe aber nur dann tätig werden, wenn niemand anders die Situation auflösen könne. Gerade Einsätze mit Küken, verletzten Hasen (29. Mai und 22. April), Igeln (9. Mai) oder Tauben (18. Mai.), gefundenen Eichhörnen (18. Mai) und Enten auf der Straße (29. April) seien keine Feuerwehr-Einsätze. Anwohner könnten sich alternativ von einem Tierarzt telefonisch beraten lassen, bevor sie die 112 wählten. Die Feuerwehr rücke jederzeit aus, wenn Tiere in wirklicher Gefahr seien. Ein Sprecher betont: „Wir befreien öfter Hunde aus Dachsbauten oder Kanälen, hin und wieder schneiden wir Vögel oder Eichhörnchen aus Zäunen, mal begleiten wir ein Pferd aus einem Pool, und wenn erforderlich, fangen wir sogar eine Schlange im Latumer See. Wir sind aber nicht der Tiertransport-Dienst vom Vorgarten zurück in Meerbuschs Wälder oder Gewässer.“

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