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Leverkusen und Bergisches Land: Wintereinbruch sorgt für Staus und Unfälle

Leverkusen und Bergisches Land : Wintereinbruch sorgt für Staus und Unfälle

300 Kilometer Staus auf den Autobahnen in NRW, nächtlicher Schneefall von 20 Zentimetern in Leichlingen-Witzhelden: Und schon blieben am Montag in Leverkusener und Leichlinger Schulen nicht nur die Lehrer aus.

Im Opladener Marien-Gymnasium fehlten sämtliche Schüler aus dem Raum Burscheid. Constantin Wiedenhoff vom gleichnamigen Verkehrsbetrieben hatte fast einen Totalausfall bei den Schul- und sonstigen Fahrten. Bis 8.30 Uhr hätten zwar noch einige Busse von seinem Fuhrpark auf der Höhe zwischen Witzhelden und Burscheid in Richtung Leichlingen und Opladen herausfahren können. "Dann war aber alles dicht. Wegen der Staus auf der Autobahn wichen die Autofahrer auf die Straßen aus. Manche Lkw stellten sich dann auch noch quer, weil der Schnee auch sofort gefror und alles eisglatt wurde", schilderte Wiedenhoff die Situation.

Einige Schulen, wie die Pestalozzischule in Wermelskirchen, hätten der Buszentrale auch schneefrei gemeldet. Wiedenhoff musste aber ohnehin davon ausgehen, dass er die Kinder aus dem Raum Leichlingen, Burscheid nicht bis zu der Schule in Wermelskirchen hätte transportieren können.

Laut Wiedenhoff war auch der Schienenausweichverkehr in den Morgenstunden von dem Wintereinbruch betroffen: Die Züge aus dem Raum Opladen-Leverkusen und Solingen in Richtung Remscheid hätten die Steigung nach Müngsten hoch nicht geschafft, berichtet Wiedenhoff.

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Chaos auch in und um Leverkusen

Die Steigung an der Berliner Straße im Osten der Stadt schafften einige Lkw- und Autofahrer wegen Schnees und starker Schneeglätte am Morgen nicht. Sie fuhren sich fest oder hingen am Berg und mussten warten, bis der Schneeräumer kam. "8.27 Uhr kam für uns der Einsatz wegen Wetterlage rein", berichtete eine Polizeisprecherin, 10.35 Uhr war die Straße geräumt."

Viele Autofahrer nutzen die Strecke auch, um den 20 Kilometern Schnee-Stau in jede Richtung zwischen Remscheid und Leverkusen auf der A 1 zu entkommen. Doch die Umgehung über die B 51, die teils von der Landesbehörde Straßen.NRW geräumt werden muss, war nicht überall frei.

Ein Gefahrgut-Lkw stellte sich in Burscheid-Linde quer, der Anhänger rutschte halb in den Graben. Es trat aber kein Gefahrgut aus, meldet die Polizei. Die Bergung dauerte allerdings, denn auch die Abschleppunternehmen mussten sich den Witterungsverhältnissen beugen und warten, bis die Streudienste die einzelnen Straßen wieder befahrbar gemacht hatten

Und wo es frei war, herrschte die Vorsicht. Tempo 36 auch im zumeist schnee- und zumeist glatteisfreien tief gelegenen Opladen schien manchem Autofahrer heute Vormittag als angemessen. Das sorgte auch für Verquälungen.

Insgesamt hat der neuerliche Wintereinbruch insbesondere das nördliche Kreisgebiet in Mitleidenschaft gezogen. Insgesamt verzeichnete die Polizei RheinBerg am Vormittag 19 Verkehrsunfälle, Verletzte gab es keine.

Nach Angaben der Polizei gerieten überwiegend Pkw oder Lkw auf den winterglatten Straßen ins Rutschen und prallten gegen Leitplanken, Verkehrszeichen oder andere geparkte Pkw. In einigen Fällen ging es ganz ohne Schaden ab.

Allerdings sorgten insbesondere an Steigungsstrecken liegengebliebene Fahrzeuge für Behinderungen. So kamen auf der K 14 in Dhünn die Fahrzeuge ebenso wenig weiter, wie zwei Lkw, die sich auf der K 9 in Witzhelden festgefahren hatten.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Schüler haben schneefrei in Wermelskirchen

(lh/ots)