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Basketball: Giants: Bittere Pleite gegen den Letzten

Basketball : Giants: Bittere Pleite gegen den Letzten

Im Heimspiel gegen die Cuxhaven BasCats unterlagen die Leverkusener mit 80:90 (36:39). "Als es darauf ankam, ist blöderweise alles gegen uns gelaufen", sagte Trainer Achim Kuczmann.

An den Fans lag es nicht. Ausgehend von den treuesten Anhängern in Block 3 standen die rund 600 Zuschauer in der Rundsporthalle wie gewohnt in den letzten zwei Minuten auf den Stühlen.

Der starke Ben Spöler hatte kurz zuvor mit zwei verwandelten Freiwürfen die Menge nochmal zusätzlich angeheizt. Mit 80:81 ging es in die Crunch-Time - die Giants hatten noch alle Chancen auf den Heimsieg. Aber daraus wurde nichts. Wie schon vor einer Woche in Baunach klebte den Riesen in den Schlussminuten die Seuche an den Händen. Geblockte Würfe, falsche Entscheidungen, Ballverluste: Bis zur Schlusssirene gelang nichts Zählbares mehr, die neun Punkte auf der Gegenseite bedeuteten eine 80:90 (36:39)-Pleite gegen Cuxhaven.

Das Fazit von Trainer Achim Kuczmann fiel entsprechend zwiegespalten aus: "Wir haben wirklich kein schlechtes Spiel gemacht, der Spielverlauf war genauso eng wie wir es erwartet hatten. Als es darauf ankam, ist blöderweise wieder alles gegen uns gelaufen."

Vor allem Brandon Johnson, Cuxhavens nachverpflichteter US-Amerikaner, machte den Giants das Leben schwer. Er war nicht nur mit 27 Punkten Topscorer der Partie, sondern auch der Mann der entscheidenden Aktionen. Kuczmann: "Aus unseren Fehlern sind in dieser Phase immer Körbe für den Gegner gefallen, das war frustrierend."

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Frustrierend ist insgesamt auch die Lage im Abstiegskampf. Die vorzeitige Entscheidung haben die Giants durch die Pleite gegen den Tabellenletzten erst einmal verpasst.

Der direkte Vergleich ist trotz der Pleite zwar noch auf ihrer Seite, so dass der Vorsprung immer noch sechs Zähler beträgt, allerdings siegten auch die Konkurrenten aus Ehingen und Paderborn. "Bei uns bekommt jetzt niemand das Flattern. Wir hätten auch bei einem Sieg nicht vor Freude den Spielbetrieb eingestellt", kontert der Coach möglichen Schreckensszenarien.

Gleichwohl erkannte Kuczmann bei seinen Spielern im Vergleich zu den Gästen eine gewisse fehlende Leichtigkeit. "Cuxhaven hatte im Grunde nichts zu verlieren. Das Team steht mit dem Rücken zur Wand und hat so auch aufgespielt. Was unser Gegner an Dreiern getroffen hat, war nicht zu fassen."

Verkrampfung bei seinen eigenen Spielern hatte der Basketball-Lehrer zwar nicht ausgemacht, wohl aber fehlende Automatismen, einmal mehr bedingt durch zahlreiche kleinere und größere Blessuren während der Trainingseinheiten. Götz Twiehoff konnte bis gestern nur einmal mit der Mannschaft trainieren, Willy Manigat lag den Rest des Wochenendes mit Grippe flach, und auch Michael Kuczmann war nicht richtig fit.

Als Ausrede für die Pleite wollte ihr Trainer das allerdings nicht verstanden wissen: "Wir hatten unsere Chancen, doch immer wieder, wenn wir dabei waren, uns abzusetzen, kam von irgendwo ein Dreier. Dass uns die Punkte fehlen, tut weh, aber wir werden sie uns anderswo wiederholen."

(sl)