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Leverkusen: Viele warteten auf die "Wertstatt-Techniker"

Leverkusen : Viele warteten auf die "Wertstatt-Techniker"

Test gelungen, hieß es am Samstag nach Ende der ersten "Reparatur-Wertstatt" Leverkusen. Irgendwie waren die Experten überrascht vom großen Anklang, damit hatten sie so nicht gerechnet.

Weil sie zuletzt nur noch "Bandsalat" hatten, wünschten sich Annemarie und Heinz Sperling, dass Helmut Leisner (59), Teamleiter für Elektroausbildung bei Currenta, den Fehler an ihrem alten beheben Kassettendeck könne. Wie er waren insgesamt 25 verschiedene Experten mit Reparaturen beschäftigt. Die einen kümmerten sich um defekte Elektronik und Computer, die anderen um Fahrräder oder Kleidung. Die Erfolgsquote des Tages war beeindruckend: Rund 70 Prozent aller beschädigten Teile ließen sich reparieren, bei 20 Prozent waren Ersatzteile nötig. Nur bei zehn Prozent war nichts mehr zu machen.

Auf diese Weise lasse sich Geld sparen und die Umwelt schonen, sagte Manfred Urbschat vom NaturGut Ophoven, der für diese Initiative gemeinsam mit Natalie Kühn (SK Elektronik) auch die Leverkusener Amateurfunker und die Currenta-Ausbildungswerkstatt mit ins Boot geholt hatte. Aber vor allem, so Urbschat, gehe es um Hilfe zur Selbsthilfe. Manfred Buch, einer der ehrenamtlichen Helfer, hatte eine ältere Dame sogar dazu gebracht, zum ersten Mal in ihrem Leben eine Bohrmaschine in die Hand zu nehmen. Er leitete sie an, während sie ihren ramponierten Einkaufswagen mit einigen kleinen Handgriffen selber richtete. Gegenstände gemeinsam zu reparieren oder sich mit lädierten Produkten auseinandersetzen, statt wegzuwerfen, war die eine Sache. Junge Menschen mit technischem Interesse zu locken, ist die andere. Auf lange Sicht, schilderte Urbschat, wolle man Organisationen wie die Handwerkskammer dazu gewinnen.

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Man hege die Hoffnung, dass sich Nachwuchs nicht nur für aktuelle Themen wie Handy oder Hard- und Software interessiere, sondern auch für alte Technik. Überdies hoffe man, die etwas andere "Wertstatt" - die sich ausdrücklich nicht als Werkstatt bezeichnet - an einem festen Ort etablieren zu können. Vorerst aber will man weiter durch die Stadtteile ziehen.

Information Die nächsten Termine sind am Samstag, 28. Februar, 10 bis 16 Uhr, im Alten Bürgermeisteramt (Fußgängerzone Schlebusch) und Freitag, 27. März, 14 bis 20 Uhr, im Bunker Dr. August-Blank-Straße 6. Weitere Info: www.naturgut-ophoven.de

(gkf)