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Handball: Frank Lorenzets letztes Heimspiel - vorerst

Handball : Frank Lorenzets letztes Heimspiel - vorerst

Gegen Bielefeld betreut der Handball-Trainer morgen zum letzten Mal den Leichlinger TV.

Ein klein bisschen Rausch ist garantiert. So spendieren die Handballer des Leichlinger TV nach Ende ihres letzten Heimspiels 50 Liter Freibier für die Zuschauer. Aber vor allem sportlich will der Drittligist die Korken knallen lassen. "Wir wollen mit aller Macht die Zu-Null-Serie im Smidt-Forum verteidigen", sagt Trainer-Manager Frank Lorenzet. Exklusive des (ebenfalls gewonnenen, aber nicht gewerteten) Spiels gegen Wermelskirchen stehen stehen 13 Siege aus 13 Partien zu Buche. Gelingt morgen gegen TSG Altenhagen-Heepen Bielefeld (19 Uhr) der Abschluss in eigener Halle, würde der LTV das Kunststück wiederholen, das ihm letztmals vor zehn Jahren gelang: Auch damals, in der Oberliga, behielt er zu Hause alle Punkte bei sich.

"Da würde sich ein Kreis schließen", merkt Lorenzet an. Schließlich handelte es sich damals um seine erste LTV-Saison, zehn Jahre später steht nun sein letztes Heimspiel als Coach an. "Mein vorerst letztes", ergänzt Lorenzet. "Ob ich jemals auf die Trainerbank zurückkehre — ob in Leichlingen oder anderswo —, weiß ich nicht." Vorab seien in ihm noch keine Emotionen emporgestiegen: "Ich habe mir bislang keine richtigen Gedanken darüber gemacht, dass es mein letztes Heimspiel ist." Zumal er auch noch Manager-Aufgaben nachgeht, nach einem Torhüter fahndet ("Ich hoffe, wir können kurzfristig eine Verpflichtung bekanntgeben") und vereinzelte Gespräche mit Feldspieler-Kandidaten führt ("Da bin ich aber entspannt, unser Kader steht ja weitgehend"). Zudem stehen im Nachgang noch der Liga-Abschluss in Aurich sowie bis zu zwei Partien im Mittelrhein-Pokal an. Hier muss der LTV in zwei Wochen im Halbfinale beim Oberligisten TuS Derschlag antreten. Im Erfolgsfall würde eine Woche später das Endspiel den letzten Pflichttermin der Saison bilden.

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Während morgen Abend in personeller Hinsicht die Einsatzchancen erneut gut stehen für Torwart Benny Knopp, da Matthias Aumann laut Lorenzet weiter an einer Leistenzerrung laboriert, drängen in sportlicher Sicht die Vorzeichen einen Bielefelder Überraschungscoup an den Rand der Vorstellungskraft. "Wir gehen auch diese Aufgabe mit Respekt an", sagt Lorenzet. Aber angesichts der Kennzahlen — die TSG ist Zwölfter, holte nur fünf Auswärtspunkte — "wäre alles andere als ein Sieg eine große Enttäuschung". Immerhin würden in diesem eher unwahrscheinlichen Fall 50 Liter Bier zur Frustbewältigung bereitstehen.

(RP)