Basketball: Giants bleiben 31 Tage für den Aufstieg

Basketball : Giants bleiben 31 Tage für den Aufstieg

Bis 31. Mai darf die Lizenz "straffrei" zurückgehen. Ein Mindestetat ist kein Hindernis. Der Etat für die ProB steht bereits.

Am Samstag entscheidet sich in Schwelm, ob die Bayer Giants tatsächlich den Meistertitel in der ProB gewinnen. Ob die Leverkusener Basketballer den Aufstieg in die ProA finanzieren können, steht auf einem anderen Blatt. Wir bilden den Stand der Dinge ab.

In welchem Fall ist ein Aufstieg für die Giants realisierbar? Simpel gesagt, entscheiden das die Giants ganz alleine. Die sportliche Qualifikation ist geschafft, die Lizenz seitens des Ligaverbandes DJL erteilt – insofern muss die Basketballabteilung im TSV Bayer 04 nur noch entscheiden, ob sie mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln das Abenteuer ProA wagen will, das heißt, ob sie sich in sportlicher Sicht als konkurrenzfähig erachtet. In der ProA dürfen beispielsweise drei US-Amerikaner gleichzeitig auf dem Feld stehen.

Gibt es keinen Mindestetat zu erfüllen? Nein, zur neuen Saison ist der bisherige Mindestetat von 350 000 Euro abgeschafft worden. Allein diese Entscheidung lässt die Giants überhaupt über eine ProA-Teilnahme nachdenken. "Von der starren Etatgrenze wurden in den vergangenen Jahren viele Anwärter abgeschreckt. Insofern begrüßen wir das Umdenken natürlich", sagt Abteilungsleiter Frank Rothweiler.

Wie wollen die Giants ihren Etat auf ein ProA-taugliches Niveau aufstocken? Die Basketballer kennen bereits den Etat, den ihnen der Gesamtverein TSV für die neue Saison zur Verfügung stellt. In Gesprächen zwischen Abteilungsvorstand und geschäftsführendem Vorstand soll ein "Schulterschluss" (Rothweiler) für die Akquise zusätzlicher Sponsorengelder erreicht werden.

Welche Rolle spielt der Oberbürgermeister? In Reinhard Buchhorn könnte den Giants in den vergangenen Tagen ein wertwoller Netzwerker erwachsen sein. Er war am Sonntag gegen Schwelm in der Halle und steht einem Aufstieg der Giants positiv gegenüber.

In welchen Bereichen steigen die Kosten in der ProA gegenüber der ProB? Unabhängig von der Kostenseite "Kader" sieht Rothweiler drei wesentliche Faktoren: 1. Steigende Fahrtkosten bei 15 Auswärtsspielen in der eingleisigen ProA. 2. Generell steigende Gebühren (von 8000 auf 13 000 Euro). 3. Steigende Schiedsrichter Gebühren (von 7000 auf 14 500 Euro), weil in der ProA ein dritter Unparteiischer verlangt wird.

Bis wann müssen die Giants in Sachen ProA eine Entscheidung treffen? Bis zum 31. Mai kann Leverkusen die Lizenz zurückgeben, ohne dafür eine Geldstrafe an die DJL zahlen zu müssen. Es bleiben also 31 Tage Zeit.

Wenn die ProA nicht realisierbar ist, wackelt dann auch ein ProB-Etat? Nein, sagt Rothweiler. "Ich kann definitiv sagen, dass wir mit den vorhandenen Mitteln in jedem Jahr ein weiteres Jahr in der ProB stemmen können."

(RP)
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