Leverkusen: "Rheindorfer Karree" geht an den Start

Leverkusen: "Rheindorfer Karree" geht an den Start

Wohn- und Gewerbebauprojekt der WGL am Königsberger Platz für "Alt und Jung" soll Stadtteil aufwerten.

Die Flachbauten und der ehemalige Supermarkt "Kaiser's Kaffee" gehören der Vergangenheit an. Auf der Baustelle "Rheindorfer Karree" - so der neue Name des Projektes am Königsberger Platz in Rheindorf-Nord - will die Wohnungsgesellschaft Leverkusen (WGL) zeitnah mit dem Hochbau beginnen.

Das unmittelbar bevorstehende Bauvorhaben stuft WGL-Geschäftsführer Wolfgang Mues als "bedeutungsvolles Projekt" ein. Doch in seinen Augen ist es noch mehr als das: Mit 17 Millionen Euro ist es das größte Bauprojekt der WGL in den vergangenen Jahren. Und es gilt zugleich als Aufwertung für den Ortsteil und seiner Quartiere. In einem kurzen Werbefilm sagte Oberbürgermeister Uwe Richrath, rund um den Königsberger Platz werde neues Leben entstehen. Das sieht Mues genauso.

Foto: Miserius Uwe

Vor allem, weil dieses Projekt "einen langen Atem erforderte. Die Bedingungen waren nicht immer förderlich", sagte Mues und spielte damit auf die 1998 eingerichteten Wasserschutzzonen II und III an. Insgesamt gesehen sei Rheindorf-Nord "von funktioneller Bedeutung". Es gelte zu zeigen, dass es sich lohne, dort zu investieren.

Nachdem der Generalunternehmer aus Castrop-Rauxel die Ausführungsplanung in den letzten zwei Monaten erstellte, kann in den nächsten Tagen der Bauzaun aufgestellt werden. Sofort danach werden Leitungen ins Erdreich gelegt und Fundamente gebaut. Große Erdarbeiten sind an dieser Stelle nicht möglich, weil das Bauprojekt - wie erwähnt - innerhalb der Wasserschutzzonen liegt. Auch deshalb bekommen künftige Mieter weder Keller noch Tiefgarage.

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Stattdessen werden sie auf insgesamt 5193 Quadratmeter Nutzfläche ebenerdige Kellerersatzräume und Parkgaragen samt Stromtankstelle haben. Das Dach der Garage wird begrünt. Für Fernwärme sorgt die Avea. Begrünt wird auch ebenfalls eine rund 875 Quadratmeter große, öffentliche Fläche gegenüber des Ärztehauses zwischen Elbestraße und Königsberger Platz. Dort sind bislang nur Ruhebänke und Sandkästen vorgesehen, die restliche Möblierung ist jedoch in Planung.

Neu erstellt werden mehrere Wohngebäude mit drei- und vier Geschossen. Ein Turm mit sechs Etagen ist besonders markant. Insgesamt 61 Wohnungen und fünf Gewerbeeinheiten sind innerhalb von 20 Monaten vorgesehen. Mieter können sich aktuell für 28 öffentlich geförderte und 33 frei finanzierte Wohnungen unterschiedlicher Größe bewerben. Zwei Wohnungen sind für Rollstuhlfahrer konzipiert.

Die Kaltmieten in den öffentlich geförderten Wohnungen betragen 5,75 Euro, in den frei finanzierten über neun Euro je Quadratmeter. Im Fokus, sagte Mues, seien WGL-Mieter, die barrierefrei wohnen möchten. Insgesamt solle es ein Mix aus Alt und Jung werden.

(RP)