Leverkusen: BUND macht mobil gegen das Insektensterben

Leverkusen: BUND macht mobil gegen das Insektensterben

Mit vielfältigen Aktionen will die Leverkusener Kreisgruppe des Bundes Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) auf das Insektensterben hinweisen. "Wir haben 2018 noch viel vor", sagte die Sprecherin der Kreisgruppe, Ingrid Mayer, bei der Jahreshauptversammlung. Geplant sind unter anderem Aktionen gegen Vogelschlag an Glas, gegen die Verwendung von Pestiziden im Stadtgebiet und die fortschreitende Flächenversiegelung. Um das Insektensterben in den Focus der Leverkusener zu rücken, haben die Naturschutzverbände einen Vorgartenwettbewerb ausgelobt. Dort könne sich jeder bewerben, "der mit bunter Vielfalt von Blumen, Stauden, Nisthilfen und eigener Kreativität seinen Vorgarten vorbildhaft als Augenschmaus und Lebensraum gestaltet hat".

"Unser Stadtgebiet ist durch die Autobahnen, Bundesstraßen, Industrie und Wohnungsbau schon sehr stark beansprucht", sagte die stellvertretende Sprecherin des BUND, Olivia Müller. "Jedes weitere Gebäude bedeutet eine Verringerung der Lebensqualität unserer Mitbürger und eine weitere Reduzierung unserer geschrumpften Natur und ist daher sehr reiflich zu überlegen. " Einfache Grundregeln des naturschonenden Bauens seien immer noch nicht vorgeschrieben. Dazu gehöre das Ausschöpfen der Möglichkeiten der Dachbegrünung, Fassadenbegrünung, der Nisthilfen in und am Haus und der Minimierung der Versiegelung der Flächen. "Wir wünschen uns, dass in Zukunft diese Minimumvoraussetzungen für ein zukunftsfähiges Bauen in allen Bauvorhaben berücksichtigt werden", ergänzte Ingrid Mayer. Der BUND habe daher diese Grundlagen als Vorschlag eines "Leverkusener Standards" der Verwaltung gesandt und hoffe, dass diese sich dieser Vorschläge annehme.

Die Kreisgruppensprecherin zog eine erfolgreiche Jahresbilanz. Vor den zahlreich anwesenden Mitgliedern berichtete sie über die vielen Aktionen für Natur- und Umwelt, die der 338 Mitglieder starke Leverkusener Natur- und Umweltschutzschutzverein im vergangenen Jahr durchführte. Zusammen mit dem NABU Leverkusen wurden zahlreiche Exkursionen und Vorträge angeboten. Seine fachliche Expertise in Sachen Naturschutz brachte der BUND Leverkusen bei den Sitzungen des städtischen Naturschutzbeirates ein. Hier ging es darum, welche Auswirkungen Bauvorhaben und Flächennutzungen auf die Tier- und Pflanzenwelt haben können und ob diese aus Sicht des Natur- und Umweltschutzes akzeptabel seien.

(bu)