Am Königsberger Platz: Neubau soll Rheindorf verschönern

Am Königsberger Platz: Neubau soll Rheindorf verschönern

Die WGL will am Königsberger Platz 61 neue Wohnungen errichten. Ende 2019 sollen sie bezugsbereit sein.

Für die Wohnungsgesellschaft Leverkusen (WGL) war gestern ein besonderer Tag: Sie hat in Rheindorf ihr größtes Projekt der vergangenen und kommenden Jahre gestartet. Rund 17 Millionen Euro investiert das städtische Unternehmen in 61 neue Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen und fünf Ladenlokale zwischen Königsberger Platz, Elbestraße und Insterstraße. Sie sind verteilt auf vier Neubauten, die sich um das bestehende Ärztehaus gruppieren.

"Ich bin froh, dass wir jetzt in Rheindorf neue Akzente setzen", sagt Oberbürgermeister Uwe Richrath (SPD), der in dem Stadtteil groß geworden ist. "Leider ist uns nicht der ganz große Wurf mit einem großen Lebensmittelgeschäft gelungen." Das hatte anstelle der früheren Kaiser's-Filiale angesiedelt werden sollen, war aber von der Bezirksregierung nicht mehr genehmigt worden.

Der Grund: Das Baugrundstück liegt in einer Wasserschutzzone der Kategorie zwei, das nächste Pumpwerk befindet sich im nahegelegenen Friedenspark. "Deshalb dürfen keine wassergefährdenden Stoffe wie Shampoo angeboten werden." Die Bestimmungen hätten sich verschärft. Die Lidl-Filiale auf der anderen Seite der Elbestraße betreffe das nicht. "Sie liegt in einer Schutzzone der Kategorie drei."

Dennoch ist WGL-Geschäftsführer Wolfgang Mues überzeugt: "Mit dem Neubau-Projekt wird das Viertel massiv aufgewertet." Alle Wohnungen seien barrierefrei, die Häuser drei- bis sechsgeschossig. 28 Wohnungen würden öffentlich gefördert, mit Kaltmieten von 5,75 Euro pro Quadratmeter. "Damit leisten wir einen erheblichen Beitrag zu preiswertem Wohnraum", erklärt Mues. Die Miete für die restlichen 33 - privat finanzierten - Wohnungen stehe noch nicht fest. "Sie wird aber kalt bei über neun Euro pro Quadratmeter liegen."

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20 Monate Bauzeit sind veranschlagt. "Die Wohnungen sollen Ende 2019 fertig und bezugsbereit sein." Die WGL hoffe, noch Ende dieses Jahres den Generalunternehmer-Vertrag geschlossen zu haben. Die Abrissarbeiten seien schon in Auftrag gegeben.

Zunächst gehe es mit der leerstehenden Ladenzeile entlang des Verbindungswegs zwischen Königsberger Platz und Elbestraße los. "Der Abriss wird fünf bis sechs Wochen dauern", sagt Mues. "Er kostet 60.000 Euro." Ab Mitte Dezember werde dann fünf Wochen lang der ehemalige Kaiser's dem Erdboden gleichgemacht. Kosten dafür: etwa 90.000 Euro.

Weil in der Wasserschutzzone keine Keller gebaut werden dürfen, sehen die Pläne überdachte Parkplätze im Inneren des Gebäudekomplexes vor. "Auf dem Dach werden dann Spielmöglichkeiten errichtet."

Die WGL ist zuversichtlich, nicht lange nach Mietern suchen zu müssen. "Auf der Warteliste für unsere 7000 Wohnungen in Leverkusen stehen bereits 1400 Bewerber", berichtet Mues.

(sug)