Leverkusen: Jeder zehnte Leverkusener wohnt bei WGL

Leverkusen: Jeder zehnte Leverkusener wohnt bei WGL

Die Wohnungsgesellschaft Leverkusen (WGL) erwirtschaftete mit 4,7 Mio. Jahresüberschuss ihr zweitbestes Ergebnis seit Gründung. Auf Bewerberlisten stehen rund 1700 Menschen. Die Miete erhöhte sich um 1,6 Prozent auf 5,63 Euro.

Trotz Konkurrenz ist es der Wohnungsgesellschaft Leverkusen (WGL) gelungen, ihre Stellung am Markt nicht nur zu verteidigen, sondern auch zu behaupten. So erwirtschaftete das Unternehmen mit 4,7 Millionen Euro Jahresüberschuss das zweitbeste Ergebnis seit seiner Gründung im Jahr 1987. Und das, obwohl alleine 250.000 Euro in Kultursponsoring flossen, wie Geschäftsführer Wolfgang Mues betonte, als er die Zahlen des Vorjahres gestern der Presse vorstellte. Den höchsten Überschuss in Höhe von 4,81 Millionen Euro erzielte das Unternehmen erst ein Jahr zuvor.

Insgesamt 17.000 Mieter wohnen unter den Dächern der größten Leverkusener Gesellschaft. Das heißt, etwa jeder zehnte Leverkusener. "Die Situation auf dem Wohnungsmarkt hat sich weiter verschärft und ist zurzeit sehr angespannt", berichtete Mues angesichts der Tatsache, dass es im Dezember 2017 insgesamt 1320, drei Monate später bereits 1700 Bewerber gab. Von Wohnungsnot könne dennoch keine Rede sein, konstatierte Mues.

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Die durchschnittliche Miete erhöhte sich von 5,54 auf 5,63 Euro, das entspricht einer Steigerung von 1,6 Prozent. Die Nebenkosten je Quadratmeter konnten um drei Cent gesenkt werden. "Da macht sich die langfristige Strategie der energetischen Sanierung bemerkbar", stellte Wolfgang Mues fest. Die Anzahl der Wohnungen war leicht rückläufig. "Das sind gewollte Entscheidungen der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates", verdeutlichte Mues.

Je ein Gebäude in der Memel- und Kantstraße wurde abgerissen, um auf diesen Grundstücken neue Wohnungen zu realisieren. Der Neubau in der Opladener Kantstraße ist weit fortgeschritten, die Grundsteinlegung in der Rheindorfer Memelstraße für Donnerstag geplant. Zum Bestand hinzugekommen sind zwölf Wohnungen über der früheren Sparkassenfiliale Rheindorf-Nord. Für zusätzliche Bauvorhaben in Rheindorf-Nord hat die WGL ein Grundstück mit 11.000 Quadratmeter von der Deutschen Bahn AG erworben. Die Baugenehmigung für 36 Wohneinheiten liegt vor, bis Mitte des Jahres sind insgesamt 100 Wohnungen vorgesehen. Mues: "Bald haben wir 7000 Wohneinheiten in unserem Besitz." Auch, weil weitere Neubauten und Investitionen in Millionenhöhe beabsichtigt seien, deutete Mues an. Vorerst ruhe die Hoffnung der Wohnungsgesellschaft auf einer Novellierung der neuen Landesbauordnung. Die Forderung nach Tiefgaragen belaste die Baukosten im verdichteten Wohnungsbau. Eine Rücknahme könnte die Ausgaben erheblich reduzieren, sagte Mues speziell mit Blick auf die Stellplätze, die der Konzern demnächst am Rheindorfer Karree erstellen wird.

(gkf)