Leverkusener Volksbühne hat bald Premiere

Volksbühne Bergisch Neukirchen mit eigener Musikproduktion : Musik und Theater mit viel Herzblut

Die Volksbühne Bergisch Neukirchen bringt diesmal eine eigene Musikproduktion mit vielen bekannten Melodien auf die Bühne.

Im April haben die unterschiedlichen Gruppen begonnen einzeln zu proben. Seit September werden die einzelnen Bausteine zusammengefügt und beim ersten intensiven Proben-Wochenende konnte man erleben, wie sich daraus allmählich eine runde Produktion formt. Am 26. Oktober feiert die Volksbühne Bergisch Neukirchen Premiere mit der Musikproduktion „Theater im Blut“.

Nachdem einem Jahr Pause im Genre Operette/Musical hat sich das Team nun neu sortiert und ausnahmsweise kein bekanntes fertiges Stück aufgegriffen, sondern bringt eine eigene Geschichte auf die Festhallen-Bühne. Die beschreibt so ziemlich genau das, was die Volksbühne Bergisch Neukirchen ausmacht. Da sind die Funktionen nicht festgelegt, sondern jedes Mitglied bringt das ein, was es am besten kann. Und das beschränkt sich eben nicht auf Schauspiel, Gesang oder Tanz. Genauso wichtig sind die Kulissenbauer, Techniker, Kostüm- und Requisitenausstatter, Maskenbildner, Beleuchter oder eben Drehbuchautoren.

So wie Birgit Celik, die das Libretto von „Theater im Blut“ geschrieben und mit Unterstützung von Michaela C. Willig Regie führt. In ihrer Geschichte hadert der Bühnenmeister (gespielt von Ralph Maisel) eines vergleichbaren Theatervereins mit sich selbst. Als Sänger und Schauspieler hat er einst begonnen, und jetzt achtet er hinter den Kulissen darauf, dass auf der Bühne alles läuft. Beim Sortieren der Requisiten überkommt ihn Wehmut, und es werden Erinnerungen an frühere Zeiten lebendig. So lebendig, dass sie in der Festhalle nicht nur zu sehen, sondern auch zu hören sind. Denn Solisten, Chor und Ballettgruppe führen Ausschnitte aus jenen Produktionen auf, die tatsächlich einmal von der Volksbühne Bergisch Neukirchen aufgeführt worden sind. Eine traditionelle Anatevka-Inszenierung etwa oder „Der Zauberer von Oz“, der Sigismund aus dem „Weißen Rössl“ oder Neueres wie „La la Land“. Statt einer Operette oder eines Musicals werden die Zuschauer also einen bunten Mix von Musik hören, selbstverständlich in passenden Kostümen und mit entsprechenden Requisiten präsentiert.

Aufwändig gemalte Kulissen werden hingegen fehlen, weil das Ganze ja auf einer Theaterbühne spielt. In der szenischen Rahmengeschichte werden die Teile, die normalerweise in der Kulissengarage der Volksbühne lagern, hervorgeholt und dann abtransportiert von Möbelpackern, die am Abend für Heiterkeit sorgen. Zum Schluss bleibt der Bühnenmeister alleine auf der leeren Bühne zurück und stimmt am Flügel den Song „It starts tonight“ an. Das ist der Beginn des großen Finales mit allen rund 50 Mitwirkenden im Alter zwischen 14 und 81 Jahren auf der Bühne. Begleitet werden sie dieses Mal von einer kleinen Combo statt komplettem Orchester. Außerdem soll eine komplette, neue Mikrophonierung für eine bessere Abmischung von Gesang und Begleitung sorgen.

Karten zu 18 und 22 Euro gibt es noch für alle Vorstellungen am 26./27. Oktober, 2. und 3. November jeweils um 17 Uhr. Vorverkauf auf koelnticket.de Tickethotline 0221 2801