Herbstaktion mit der Apfelhexe in Leverkusen

Naturgut Ophoven : Herbstaktion mit der Apfelhexe

Auf dem Naturgut Ophoven helfen 30 Kinder der „Petronella Apfelmus“ bei Obst-Ernte und Verarbeitung.

Bei „Petronella Apfelmus“ kommt in den Apfelkuchen eine Prise Magie, denn sie ist eine Apfelhexe. Dieses Rezept probierten Kinder am Dienstag  auf dem Naturgut Ophoven aus, am Mittwoch  wurde das Ergebnis gemeinsam aufgegessen. Denn das Ferienangebot rund um den Welternährungstag dauert eine ganze Woche und war mit 30 Teilnehmern  frühzeitig ausgebucht.

Die Kinderbuchreihe, zu der bereits der siebte Band erschienen ist, kannte die neunjährige Leonie zwar noch nicht, aber sie war gespannt, in dieser Herbstferienwoche einzelne Geschichten davon zu hören und sich selbst einen passenden Namen für den Ausflug in die Märchenwelt auszusuchen: Mentha Himbeersaft. Dafür kennt sie sich aus mit Äpfeln. Heimische Sorten schmecken ihr besser als die makellosen Exemplare aus dem Supermarkt, und: „Die sind meistens gespritzt, und das ist doof für die Bienen, die die Blüten bestäuben.“

Die gleichaltrige Annika, die in dieser Woche den Namen Florentina Pfefferminza trägt, pflichtet ihr bei. „Diese Äpfel kommen oft aus anderen Ländern und müssen mit Flugzeug und Lkw transportiert werden. Die stoßen CO2 aus, und das ist nicht gut für die Umwelt.“ Außerdem schmecken regionale Sorten viel aromatischer. Drei gute Gründe, mit der Gruppe Ober-Apfelhexe Meike Schöpf mit dem schwarzen Hexenhut auf die Streuobstwiese an der Rennbaumstraße zu folgen und Äpfel zu ernten.

Das Gelände wird vom Natur Gut abgeerntet und ist immer für besondere Aktionstage rund um den Apfel gut. Was noch nicht von den Bäumen gefallen war, wurde mit Schüttelgerät und Pflücker von den Ästen geholt, in den Handkarren geladen und ins Treibhaus auf dem Natur Gut gebracht. Dort ging die Arbeit richtig los mit einer Waschstraße und Zerkleinerungsstation. Die sechsjährigen Zwillinge Thea und Mats schrubbten die Äpfel, die ihre Nachbarn zerkleinerten und vom Kerngehäuse befreiten. Ziemlich anstrengend war das Schreddern mit einer handbetriebenen Obstmühle mit großem Trichter. Vier Kinder mussten an den Stangen festhalten, damit es nicht von der großen Plastikwanne rutschte, wenn die Handkurbel gedreht wurde. Die kleinen Apfelschnitzel wurden portionsweise in die Presse gefüllt und dann mit vereinten Kräften ausgepresst. Zur Belohnung gab es herrlichen naturreinen Apfelsaft. Drinnen wurden parallel Früchte für Apfelmus und zum Kuchenbacken geschält. Alles von Kinderhänden selbst gemacht, versteht sich. Nun wird der Kuchen probiert, außerdem lernen die Teilnehmer auf dem Aromaweg verschiedene Kräuter kennen, und bald werden sich alle ansehen, welche Tiere auf der Streuobstwiese leben.

Am Abschlusstag gibt es noch eine Überraschung, irgendwas mit Zirkus. Mehr will Lemona Spargelzahn, alias Meike Schöpf noch nicht verraten. Aber ganz sicher wird auch da wieder Hexerei aus einem Band der beliebten Petronella-Bücher im Spiel sein.

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