Leichlingen: Getanzter Neubeginn überzeugte

Leichlingen : Getanzter Neubeginn überzeugte

Das Tanzprojekt der Hauptschule mit Unterstützung der Musikschule und zwei Tanzpädagoginnen vereinte in einem halben Jahr Probenarbeiten die Mitwirkenden – und begeisterte nun auch das Publikum in der Aula.

Das Tanzprojekt der Hauptschule mit Unterstützung der Musikschule und zwei Tanzpädagoginnen vereinte in einem halben Jahr Probenarbeiten die Mitwirkenden — und begeisterte nun auch das Publikum in der Aula.

"Ich werde nach dem Projekt weiter tanzen", sagte eine der Beteiligten in die Kamera. Das war lange vor der Aufführung am Samstag in der Aula Am Hammer. Hätte man die Aufnahmen für die Dokumentation hinterher gemacht, wäre dieser Satz bestimmt noch öfter zu hören gewesen. Der begeisterte Applaus, den die Tänzer nach dem Finale ernteten, dürfte den letzten Kick gegeben haben. Es war eine große Aufgabe, der sich alle Beteiligten mit Ernsthaftigkeit und Konzentration gestellt haben, jedenfalls am Ende.

Als das Tanzprojekt der inzwischen neunten Klassen der Gemeinschaftshauptschule mit Unterstützung der Musikschule vor einem halben Jahr startete, sah alles noch anders aus. Zum Glück hat das Dokumentations-Team auch das auf Video festgehalten. Eine zusammengewürfelte Gruppe war da zu sehen, die mehr oder weniger überzeugt den Anweisungen der Tanzpädagoginnen Trixi Schüttler und Alla Bond folgte.

Gelernt, worauf es ankommt

Auf der Bühne dagegen sah man ein Team, junge Menschen, die aufeinander achteten, ihre Bewegungen und die Haltung aufeinander und auf die Musik abstimmten. Tänzer mit Bühnenpräsenz, die selbstbewusst ins Publikum blickten, die souverän und sicher wirkten. Diese Veränderung hat das Tanzprojekt bewirkt und wahrscheinlich noch viel mehr, was bei einer Aufführung nicht zu sehen ist.

Die Schüler haben gelernt, worauf es ankommt, wenn man in der Gemeinschaft etwas auf die Beine stellen will, und dass ein Ziel nur mit Beharrlichkeit und Disziplin zu erreichen ist. Umso schöner, wenn das Ergebnis andere mitreißt. Schon vor zwei Jahren hat es ein ähnliches Tanzprojekt in Kooperation zwischen Haupt- und Musikschule gegeben, das damals mit dem ersten Preis beim Wettbewerb Kulturleben der Stiftung Spardabank ausgezeichnet wurde. "Ohne diesen Erfolg hätten wir uns nicht an eine Neuauflage getraut", sagt Klaus Luther, der beide Projekte geleitet hat.

Möglich wurde es nur, weil Musikschulleiter Andreas Genschel Fördermittel beim Land NRW beantragte und bekam. So konnte man eine professionelle Band, die Gruppe "taiga8", und einen Tontechniker verpflichten und mit dem Tanzstudio Trixi Schüttler arbeiten. Von dort stammen auch die Choreografien für Gruppenauftritte und Pas de deux.

Eine getanzte Geschichte von Abschied und Neubeginn mit russisch-folkloristischen Elementen und erzählerischen Elementen, deren Texte wiederum Schüler selbst schrieben. Das Überwinden von Grenzen, das hier im Tanz thematisiert wurde, haben die Beteiligten konkret erfahren.

(RP)