Monheim: Aalschokker steht jetzt auf seinem Platz

Monheim: Aalschokker steht jetzt auf seinem Platz

Anfang Juni ist Eröffnung. In den kommenden Wochen wird der Schiffsrumpf gestaltet. Der Parkplatz wird zuletzt fertig.

Hübsch ist das in einem hellen Grau gestrichene Museumsschiff anzusehen. Die roten Streifen bilden dazu einen farbenfrohen Kontrast. Und endlich steht es an der Klappertorstraße - dort, wo die Besucher ab Juni einen lebendigen Einblick in das Leben der Aalfischer auf dem Rhein bekommen können.

Bereits am Freitag hatte die Stadtverwaltung entlang der Sandstraße Halteverbotsschilder aufstellen lassen, um den Transport des Aalschokkers Fiat Voluntas vom Umladeplatz an der Monheimer Straße bis zu seinem endgültigen Standort auf dem Parkplatz an der Klappertorstraße vorzubereiten. Zuvor war das begehbare Museumsschiff aus der Werft in Oranienburg per Tieflader nach Monheim gekommen. Ein Jahr lang hatten dort Fachleute den Aalschokker aus Neuss komplett restauriert, in Teilen sogar originalgetreu, berichtet der Baumberger Jens Brauweiler, der für die Logistik und den Transport zuständig war.

Gegen 22 Uhr ging es Freitagabend dann langsam weiter zum Parkplatz. Für die wenige hundert Meter lange Strecke benötigte man rund eineinhalb Stunden Rangierzeit, sagt Brauweiler. Dort wurde das 38 Tonnen schwere Schiff langsam und vorsichtig auf das zuvor gebaute Betonfundament gesetzt.

"Das Schiff ist fast fertig", freut sich Projektleiter und Tourismusmanager Markus Kuller. "Nur an der Kajüte müssen noch einige Stellen gestrichen werden." Die eisigen Temperaturen in Brandenburg hätten die Außenarbeiten am Schiff gegen Ende doch etwas verzögert.

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In den nächsten Tagen werde die Bordelektrik installiert. Anschließend komme rund um das Schiff eine Holzplattform. "Dafür errichten wir zunächst ein Stahlgerüst", erläutert Kuller. Das Holz werde darauf montiert und mit Lamellen verkleidet.

Und da für die Platzierung des Schiffes schweres Gerät eingesetzt werden müsse, könne der Parkplatz erst neu gestaltet werden, wenn alles fertig ist.

Die Ausstellung im Schiffsrumpf könne innerhalb von zwei Wochen aufgebaut werden, sagt der Tourismusmanager. Dokumentiert wird unter anderem der Lebensalltag der Neusser Fischerfamilie Wirtz und die Geschichte der Aalfischerei auf dem Rhein, so Kuller. "Wir zeigen authentische Gegenstände von früher." Außerdem gibt es ein Modell des Aalschokkers Fiat Voluntas, das zeigt, wie er mit ausgebreiteten Fangarmen auf dem Rhein schwimmt. Über interaktive Module, wie beispielsweise eine Sprachbox, wird den Besuchern der Alltag der Fischer nahe gebracht.

(pc)