Krefeld: P&C: Großer Planungsschritt im Dezember

Krefeld : P&C: Großer Planungsschritt im Dezember

Mit der Ansiedlung von Peek & Cloppenburg würde die Attraktivität Krefelds als Einkaufsstadt erheblich gesteigert. Hinter den Kulissen sind die Gespräche zwischen den Beteiligten weit gediehen. Noch in diesem Jahr sollen Entscheidungen fallen.

Mit der Ansiedlung von Peek & Cloppenburg würde die Attraktivität Krefelds als Einkaufsstadt erheblich gesteigert. Hinter den Kulissen sind die Gespräche zwischen den Beteiligten weit gediehen. Noch in diesem Jahr sollen Entscheidungen fallen.

Um die Ansiedlung der Düsseldorfer Textilhandelskette Peek & Cloppenburg in der Krefelder Innenstadt an der Friedrichstraße ist es zuletzt still geworden. Gleichwohl sind die Vorbereitungen für die Eröffnung einer Filiale in enger Abstimmung zwischen Stadtverwaltung und Modeunternehmen hinter den Kulissen mit Nachdruck vorangetrieben worden. "Ich hoffe, noch in diesem Jahr einen Beschluss des Stadtrates zur Offenlage des von uns neu erarbeiteten Bebauungsplans 775 zu bekommen", sagte Planungsdezernent Martin Linne auf Anfrage unserer Zeitung. Es seien nur noch letzte Details mit P&C zu klären, so dass spätestens in der Sitzung des Rates im Dezember alle Fakten auf dem Tisch liegen müssten.

Mit der Ansiedlung von P&C und der Eröffnung des Ostwall-Karrees mit dem irischen Textildiscounter Primark als Hauptmieter mache Krefeld einen großen Schritt nach vorn. Es biete seinen Kunden in der Stadt und aus der Region neue Angebote, die "zusätzliche junge Käuferschichten" einerseits und anspruchsvolle, finanzstarke Kunden andererseits ansprechen. "Ich selbst habe mir in Gelsenkirchen eine Filiale von Primark angesehen, um mir einen Eindruck zu verschaffen. Der war positiv", berichtet Linne von seinen Shopping-Test-Erfahrungen im Ruhrgebiet. Über Peek & Cloppenburg viel Worte zu verlieren, erübrige sich. Die Geschäftswelt in direkter Nachbarschaft der Friedrichstraße hat sich von Beginn an wohlwollend zu den Ansiedlungsplänen des Modeunternehmens auf dem Gelände des alten Ziellenbachhauses geäußert. P&C habe einen guten Ruf, sei eine Bereicherung und biete neben hochpreisigen Marken wie Joop, Giorgio Armani oder DKNY auch günstige Eigenmarken im mittleren Preissegment an. Die Ankündigung des Oberbürgermeisters Gregor Kathstede vor knapp zwei Jahren, P&C bei der Projektentwicklung in Krefeld zu unterstützen, zeigt nun Früchte. Nachdem seit zehn Monaten feststeht, dass sich die ganz großen Pläne der Düsseldorfer Textilhandelskette nicht realisieren lassen, weil die Eigentümer der benachbarten Immobilien nicht verkaufsbereit sind, konnten sich die Verantwortlichen auf beiden Seiten auf das Wesentliche konzentrieren.

P&C ist im Besitz eines rund 2200 Quadratmeter großen Grundstücks und plant dort angeblich auf vier Ebenen mit 9000 Quadratmeter Verkaufsfläche. Von 120 Millionen Euro Investitionsvolumen ist die Rede. Das Areal im Bebauungsplan 775 ist insgesamt rund 5000 Quadratmeter groß und berücksichtigt auch die Flächen von Tengelmann und Deichmann. Das Obermaß der neuen Bebauung ist durch das gegenüberliegende Gebäude mit der Bekleidungskette C&A festgelegt. Umstritten war im Vorfeld der Wunsch P&C mit der Fassade fünf Meter in die Friedrichstraße zu rücken.

(RP)
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