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Krefelder Eis „glycklich“ gibt’s im Supermarkt

Handel : Krefelder Eis „glycklich“ gibt’s im Supermarkt

Vor fünf Jahren eröffneten Tamara und Ralph Höfges das erste Sylter Eiscafé in Kempen. Es folgten drei Filialen, davon eine in Köln – nun gibt es das Eis in ausgewählten Supermärkten an Rhein und Ruhr zu erwerben.

Eis essen macht „glycklich“. Und „glycklich“ heißt auch das Eis, das es seit wenigen Wochen in mehr als 150 Filialen von Edeka Rhein-Ruhr, Rewe West und Real zwischen Düsseldorf bis Wesel zu kaufen gibt. Seither beliefert die Sylter Eiscafé GmbH mit Sitz in Krefeld-Uerdingen nicht mehr bloß ihre vier Cafés in Bockum, Fischeln, Kempen und Köln-Rodenkirchen, sondern auch die Tiefkühltruhen im Supermarkt-Einzelhandel.

Dass das namensgebende Adjektiv „glücklich“ anstatt eines „ü“ mit einem „y“ geschrieben wird, hat jedoch nichts mit der Insel Sylt zu tun, auf dessen Reinheit und Frische das Unternehmen für die Eisproduktion aus rein natürlichen Zutaten verweist. „Wir sind von vielen Kunden darauf angesprochen worden“, berichtet Geschäftsführer Ralph Höfges. „Das Wortspiel war aber nicht unsere Idee, sondern stammt von der Hamburger Agentur Justblue, die unser Produktdesign entwickelt hat.

Da der Begriff ‚glücklich‘ als Markennamen rechtlich nicht geschützt werden kann, haben sich die Designer die kreative Wortneuschöpfung einfallen lassen.“ Neu ist auch die nachhaltige Verpackung aus recycelbaren Pappbechern, um Plastikmüll zu vermeiden. In Plastik war das Sylter-Eiscafé-Eis zuvor eingepackt, das es bereits in kleinen Mengen seit 2014 im „Nahkauf Holzschuh“ in Krefeld-Bockum zu erwerben gab.

Um neben dem Bockumer Nahkauf die zahlreichen Supermärkte an Rhein und Ruhr beliefern zu können, bedurfte es einer langen Vorlaufzeit. Nicht nur veranschlagte die Zertifizierung der Produktion ganze acht Monate – auch warteten zusätzliche Investitionen auf das Unternehmerehepaar. So wurde neue Technik, wie eine automatische Becherfüllmaschine, angeschafft. Dazu soll in Kürze die 400-Quadratmeter-Lagerhalle an der Adolf-Dembach-Straße erweitert werden, weil für die Pappbecherlagerung „vor Ort einfach kein Platz mehr vorhanden ist“, wie der Geschäftsführer anmerkt. Zudem wurden ein technischer Mitarbeiter und ein Auslieferer beschäftigt, sodass das Team um Gründerin Tamara Höfges auf fünf Festangestellte angewachsen ist – Tendenz steigend.

„Wir sind im Wachstum, suchen neue Mitarbeiter“, betont Ralph Höfges. Die Zeichen stehen auf Expansion: Für die Sylter Eiscafés halten die beiden Ausschau nach neuen Franchise-Partnern. Und auch der Absatz in aktuell rund 150 Supermärkten soll nur eine Momentaufnahme sein. „Den Verkauf im Einzelhandel möchten wir sukzessive ausweiten. Unser Ziel ist es, nicht nur regional, sondern deutschlandweit zu vertreiben“, gibt der Unternehmer die Marschroute vor. Um den Plan zu realisieren, soll eine stetige Logistikerweiterung in Uerdingen erfolgen, für den Spätsommer sind weitere Maschineninvestitionen vorgesehen.

Auch die Auswahl der glycklich-Eissorten wird vergrößert. Neben Vanille, Schokolade, Himbeere, Mango, Erdbeere, Walnuss und Salted-Caramel sollen drei weitere Sorten hinzukommen; aktuell wird die Stracciatella-Produktion aufgenommen, später folgen Cookie und Strawberry-Cheescake. „Diese zehn Geschmacksrichtungen waren im Geschäftsjahr 2017 die meistverkauften Sorten“, erklärt Ralph Höfges das Angebot. Darüber hinaus schwebt den Unternehmern vor, neben der 500-Milliliter-Packung, die 4,99 Euro kostet, kleinere Becher für Single-Haushalte einzuführen. Sogar ein eigenes Spaghetti-Eis könnte es bald geben.