Krefeld: Dezernent Linne erklärt Krefelds Baustellen in der Innenstadt

Krefeld: Dezernent Linne erklärt Krefelds Baustellen in der Innenstadt

Wer durch Krefelds Innenstadt läuft, der sieht eine Baustelle nach der nächsten. Was sich wo tut, erklärte Donnerstagabend Planungsdezernent Martin Linne auf Einladung der SPD-Mitte.

Die SPD-Fraktion der Bezirksvertretung Mitte hatte Donnerstagabend zu einer Bürgerversammlung zum Thema "Baustelle Innenstadt" eingeladen. Zahlreiche Interessierte kamen und folgten den Ausführungen der Experten Marin Linne, Beigeordneter Planung, Bau und Gebäudemanagement, und Norbert Hudde, Fachbereichsleiter Stadtplanung.

Experten stellen sich der Diskussion: Anke Drießen-Seeger (SPD), Martin Linne, Norbert Hudde (beide Stadt) und Gerda Schnell (Bezirksvorsteherin Mitte). Foto: bk

Planungsdezernent Martin Linne griff das Thema der Veranstaltung auf und meinte augenzwinkernd mit Hinweis auf das neue Volksbank-Gebäude: "Krefelds Innenstadt ist eine Baustelle. Es wird aber auch mal was fertig." Wie das Forum Krefeld in der direkten Nachbarschaft des Volksbank-Gebäudes, das kurz vor der Vollendung stehe. Sinn Leffers habe bereits eröffnet, der Verwaltungsneubau der Wohnstätte AG am Standort der ehemaligen Werkkunstschule sei im Sommer fertig und die Ostwall-Passage im Frühjahr 2019.

Seidenweberhaus

Drei Varianten stehen zur Diskussion: Sanierung, Abbruch mit Neubau einer Veranstaltungshalle oder Abbruch mit Nutzung des Kesselhauses für Veranstaltungen. Linnes Meinung nach, kommt eine Sanierung des Gebäudes nicht in Frage. Zu viele Fakten sprechen gegen den nicht mehr zeitgemäßen Bau. Das bestätigte ein Architekt unter den Zuhörern. Schon rein energetisch sei das Haus eine Katastrophe und könne nur abgerissen werden. Nach Linnes Erfahrung werden besondere Veranstaltungsorte mit eigenständigem Charakter, wie es das Kesselhaus einer sein könnte, besser angenommen als Veranstaltungshallen

Rathaus

Die innere Pflasterung des Von-der-Leyen-Platzes verschiebt sich, so dass Passanten stolpern und im schlimmsten Fall stürzen. Laut Linne lässt sich das auch nicht mehr ändern, weshalb die Fläche mit großformatigen Natursteinen neu gepflastert wird. Gleichzeitig wird das Dach der Tiefgarage, das aktuell nicht dicht ist, dadurch abgedichtet. Der B-Trakt des Rathauses muss eingerüstet werden, um das Dach auszubessern. Im Zuge dieser Maßnahme wird auch die Fassade gestrichen. Die Eingänge zur Rathaus-Tiefgarage werden gesichert und seien künftig beispielsweise nur noch für Ticket-Inhaber zu betreten. Eine Daueraufgabe sei es, die Treppenhäuser neu zu streichen. "Sobald sie verschmiert sind, müssen sie wieder neu gemacht werden", sagte Linne. Er würde es begrüßen, wenn alle Dauerparker künftig nur noch in der zweiten Etage parken dürften und die erste für Kunden frei gehalten werde. Die ersten Maßnahmen liefen jetzt an.

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Parkraumkonzept

"Wir nehmen keine Parkplätze weg, sondern wollen es gerechter machen, so dass auch Anwohner genügend Parkplätze finden", erklärte Linne. Geplant seien zudem an mehreren Stellen Quartiers-Garagen mit um die 100 Stellplätzen, so auch auf dem Lehrerparkplatz der Albert-Schweitzer-Realschule.

Philadelphiastraße

Nach der Bewilligung des Förderantrags, der doch noch 2017 gestellt werden konnte, soll die Sanierung mit einer Investitionssumme von rund sechs Millionen Euro umgesetzt werden.

Hochstraße

Eine "schöne große Baustelle" erwartet die Krefelder laut Linne in den Sommer- und Herbstmonaten auf der Hochstraße. Dort werden Leitungen neu verlegt. Gleichzeitig wird die fehlende Barrierefreiheit angegangen. Vor Weihnachten solle aber alles fertig sein.

(bk)
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