Krefeld: SPD für gemeinsame Linie des Rates gegen Rechtspopulisten

Krefeld: SPD für gemeinsame Linie des Rates gegen Rechtspopulisten

Die SPD hat einen Aufruf zur Bildung einer gemeinsamen Verhaltenslinie gegenüber Rechtspopulisten veröffentlicht und den Vorsitzenden der Krefelder Ratsparteien zugestellt. In dem Schreiben mahnt SPD-Vorsitzender Ralph-Harry Klaer, dass die freiheitlich-demokratische Grundordnung, "die wir alle zusammen verteidigen", unter dem Druck von Rechtspopulisten steht.

"Bewusste Grenzüberschreitungen, wie in der vergangenen Woche, dürfen nicht unwidersprochen bleiben. Unsere Stadt hat eine lange Tradition der Weltoffenheit und das soll auch so bleiben", so Klaer mit Blick auf Äußerungen, die im Rahmen einer AfD-Veranstaltung in Krefeld gefallen sind. "Die Bürgerinnen und Bürger Krefelds begegnen öffentlichen Provokationen mit der nötigen Gelassenheit und wenn nötig, auch mit entsprechend lauter Ablehnung", erklärt der Politiker. Diese Haltung sei ein gutes Zeichen, gespeist aus der Vergangenheit und Gegenwart als Stadt religiöser Freiheit und Toleranz. "Lassen sie uns in diesem Sinne ein Zeichen gegen die Verbreitung von Angst, Hass und Ressentiments setzen und diesen Geist erneuern", schreibt Klaer weiter. Aus Sicht der Sozialdemokratie sei es geboten, den Schulterschluss auch zwischen den Parteien sichtbar und konsequent zu vereinbaren, damit diese Leute in Zukunft keinen Fuß in Krefeld fassen können. "Wir haben eine Pflicht, unsere gemeinsamen Werte zu finden, zu betonen und den Menschen Orientierung zu geben", fügt Klaer hinzu und lädt zu einem Gespräch ein.

(jon)