Krefeld: Neuer Blitzer soll Lkw-Plage am Hafen eindämmen

Krefeld: Neuer Blitzer soll Lkw-Plage am Hafen eindämmen

Auf der Uerdinger Straße in Lank-Latum in Richtung Krefeld ist gestern eine neue Radaranlage in Betrieb genommen worden. Mit der Anlage, in die der Kreis gut 185.000 Euro investierte und die jährlich Kosten in Höhe von 73.000 Euro verursacht, sollen Lkw über 7,5 Tonnen abgeschreckt werden, die zum Beispiel in den Krefelder Hafen wollen und dabei trotz Verbots den Stadtteil Lank-Latum durchfahren. Das Besondere an der Radaranlage ist, dass sie zwischen einzelnen Fahrzeugklassen unterscheidet, Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen herausfiltert und zudem gleichzeitig die Geschwindigkeiten kontrolliert.

Zunächst werden nur die Fahrzeuge geblitzt, die von Lank-Latum in Richtung Krefeld fahren, da die Anlage nur mit einer Kamera ausgestattet ist. Eine Nachrüstung für den beidseitigen Messbetrieb ist aber jederzeit möglich. Der Kreis und die Stadt Meerbusch erhoffen sich von der neuen Anlage, das Lkw-Problem an der Uerdinger Straße endlich in den Griff zu bekommen. Denn alle bisherigen Maßnahmen blieben quasi wirkungslos. Der entsprechende Abschnitt ist zum Beispiel schon länger für Lkw über 7,5 Tonnen gesperrt. Doch abschrecken ließen sich viele Lkw-Fahrer von dem Verbot dennoch nicht. Nun wird es für sie zumindest teuer, wenn sie den Bereich trotzdem passieren. "Für jeden Verstoß wird ein Bußgeld von mindestens 75 Euro fällig", sagt Wolfgang Groß, Leiter der Bußgeldstelle des Rhein-Kreises Neuss.

(AT)