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Korschenbroich: Ausstellung zu zehn Jahren "Künstler in Korschenbroich"

Neue Ausstellung in der Sparkasse Korschenbroich : Ein Zeitstrahl zum „Künstler in Korschenbroich“-Jubiläum

Am Anfang war eine ungewöhnliche Präsentation auf dem Alten Friedhof. Zehn Jahre später feiern 17 Korschenbroicher Künstler ihre bisherige Geschichte.

Die erste große gemeinsame Ausstellung war ein Knaller. Die Gründungsmitglieder der Initiative „Künstler in Korschenbroich“ besiegelten die neue Formierung nicht nur formal, sondern auch schon bald mit einer ungewöhnlichen Präsentation. Im Januar 2010 unternahmen sie unter dem Titel „In dunkler Nacht ans Licht gebracht“ das Wagnis eines Open-Air-Specials auf dem Alten Friedhof. Wie auf Bestellung fiel an dem Abend Schnee, der das Zusammenspiel von Kunst und vielfachem Kerzenlicht magisch steigerte.

„Der Schnee war ein Geschenk“, sagt Gisela Schmachtenberg-Scherlitzki. Die Raderbroicherin ist eine von 17 „KiK“-Künstlern, die das zehnjährige Bestehen der Gruppe mit der Ausstellung „Zeitstrahl“ in der Sparkasse feiern. Die Anregung zur Initiative „KiK“ hatte Robert Jordan gegeben, der die Aktivitäten jahrelang als Kurator begleitete.

Im Foyer zeigen die Beteiligten jeweils bis zu drei Werke. Die Bandbreite ist mit Fotografie, Objekt, Malerei und mehr groß. Schmachtenberg-Scherlitzki beteiligt sich unter anderem mit der mehrteiligen Arbeit „Schnell vergeht die Zeit“. In der Reihung figürlicher Silhouetten thematisiert sie die Entwicklung eines Kindes vom Säuglings- bis ins Jugendalter. Gründungsmitglied Uwe Klapproth symbolisiert Entwicklung und Vergehen in Farbkompositionen mit Farbverläufen und filigran ausfransenden Spuren. Mit Bildern, die ihre Auseinandersetzung mit Zeit und Raum in der Abstraktion spiegeln, lässt Cornelia Gerike-Schuh die zurückliegenden Jahre Revue passieren.

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Über Risse und Aufbrüche verweisen Brunhilde Köpperschmidts Keramikobjekte auf Vergänglichkeit und Verletzlichkeit. Christiana Schwarz verbindet im Fine-Art-Print hinter Acrylglas moderne Technik mit dem überlieferten „Tempora mutantur“ des lateinischen Hexameters. Die Musikerin und Komponistin Rike Casper-Straetman ließ sich von Arbeiten der beteiligen Künstler zum Film inspirieren.

Anlässlich des runden Geburtstags erstellte die Initiative einen ansprechenden Katalog. Im Grußwort bescheinigt Schirmherr Heinz-Josef Dick der Gruppe, das Kulturleben der Stadt auf vielfältige Weise bereichert zu haben. Die KiK-Künstler Astrid und Tom Puttins verantworten das Design und sind zugleich mit ausdrucksstarken Arbeiten vertreten. Die Künstler werden in alphabetischer Reihenfolge mit Werkauswahl vorgestellt. Ein grafischer Zeitstrahl in Art eines Filmstreifens erfasst chronologisch Ausstellungen und Aktionen. Zwischen den Künstlerbiographien eingefügte Foto-Impressionen wecken Erinnerungen. Die Ausstellung ist bis zum 2. Dezember geöffnet.