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Korschenbroich: Dick verteidigt die Rathaus-Pläne

Korschenbroich : Dick verteidigt die Rathaus-Pläne

Der gut 2,5 Millionen Euro teure Umbau des Gymnasium-Gebäudes A zu einem Technischen Rathaus für 50 Mitarbeiter der Korschenbroicher Stadtverwaltung ist nach Ansicht von Bürgermeister Heinz Josef Dick ein dringendes Projekt.

"Würde man das um ein Jahr verschieben, stünde man nach einem Jahr vor dem gleichen Problem. Und dann ist die Haushaltslage der Stadt auch nicht besser", verteidigt Dick das Vorhaben gegen Kritik aus den Reihen der Wählergemeinschaft "Die Aktive".

Zumindest für das Verwaltungsgebäude an der Friedrich-Ebert-Straße, das bei einem Umzug der dort tätigen Stadtmitarbeiter in das Technische Rathaus frei würde, gibt es anscheinend mehr als nur Ideen für eine andere Nutzung. Die Frage, ob es für das Haus und auch das angrenzende Gelände mit Stadtpflegebetrieb und Stadtarchiv auch schon Interessenten gebe, beantwortete Dick gestern gegenüber unserer Zeitung "mit einem vorsichtigen Ja".

Die Aktive ist skeptisch

Bei einem Umbau des wegen sinkender Schülerzahlen bald nicht mehr benötigten Gymnasium-Traktes zu einem Verwaltungsgebäude, sollen nicht nur die Stadtmitarbeiter von der Friedrich-Ebert-Straße umziehen. Auch die derzeit im ehemaligen Sparkassengebäude an der Hindenburgstraße tätigen sollen ins Technische Rathaus wandern. Die Aktive will angesichts der Finanzlage Korschenbroichs nur zustimmen, wenn die Stadt nachweist, dass dies eine wirtschaftlich tragbare Lösung ist.

Dick hingegen ist überzeugt, dass sich Umzug und Umbau lohnen: "Das stellt sich im Haushalt wirtschaftlich dar. Das hat unsere Controlling-Abteilung durchgerechnet." Die beiden alten Verwaltungsgebäude müssten saniert werden, um weiterhin genutzt werden zu können, sagt Dick. Die Kosten für eine Fassadendämmung und eine Dachsanierung allein der ehemaligen Sparkasse schnell 200 000 Euro überschreiten könnten.

"Ohne Geld auszugeben, kommen wir nicht hin. Und dann muss man sich fragen, wo man das Geld sinnvoll investiert", meint Dick. Für ihn ist klar: In alte Provisorien zu investieren, macht keinen Sinn, und ein nicht mehr für den Schulbetrieb benötigtes Gymnasiums-Gebäude würde leerstehend sinnlos Kosten produzieren.

(RP)