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Kleinenbroich: Pumpverträge für Herrenshoff

Kleinenbroich : Pumpverträge für Herrenshoff

In Herrenshoff laufen die Grundwasserpumpen wohl weiter: 186 Bürger wollen sich an der Finanzierung beteiligen. Die Zahl der Beitragswilligen in Kleinenbroich ist groß, in Pesch und Raderbroich will die Stadt nachhaken.

Knapp vorbei ist vielleicht doch nicht verfehlt: 186 Herrenshoffer haben sich gegenüber der Stadt bereiterklärt, für den weiteren Betrieb von Grundwasserpumpen in ihrem Ort zu zahlen. Das sind zwar vier weniger als in der Musterrechnung der Stadt kalkuliert. Bürgermeister Heinz Josef Dick will den 186 Zahlungswilligen aber dennoch Pumpverträge schicken. "Die Differenz von vier bedeutet für die 186 Zahler einen Unterschied von drei oder vier Euro jährlich. Das ist so wenig, dafür brauchen wir keine zweite Befragung mehr", meinte Dick gestern. Ein klares Nein erteilte er der Idee, die Stadtverwaltung könne Aufkleber oder Plaketten an Beitragszahler ausgeben: "Ich werde weder direkt noch indirekt Druck auf Bürger ausüben."

Kleinenbroich liegt vorne

Wenn die 186 Zahlungswilligen mitziehen, wird Herrenshoff ein weiterer Ortsteil sein, in dem Grundwasserpumpen während der nächsten zehn Jahre die Gefahr nasser Keller minimieren sollen. Bereits Ende voriger Woche war klar, dass auch genügend Kleinenbroicher mitmachen wollen. Gestern wusste Dick für diesen Stadtteil nun eine genaue Zahl zu nennen. Und die liegt weit über den 500 kalkulierten Zahlern: 656 Kleinenbroicher wollen mitmachen. Die Folge: Springt keiner mehr ab, liegt der kalkulierte Jahresbetrag pro Teilnehmer um mehr als 20 Euro unter den kalkulierten 104,37 Euro.

In Raderbroich und vor allem im Pesch hinkt das Ergebnis der Bürgerumfrage jedoch erheblich hinter der in der Musterrechnung der Stadt veranschlagten Teilnehmerzahl hinterher. Den Peschern und Raderbroichern, die zahlungswillig sind, wird die Stadt nun einen neu berechneten, höheren Jahresbetrag mitteilen und sie fragen, ob sie auch bereit sind, diesen höheren Beitrag zu zahlen. Würden dabei alle Angeschriebenen mitziehen, könnte auch in Raderbroich und Pesch gepumpt werden. "Die Jahresbeträge liegen auch nach dem aktuellen Stand deutlich unter 200 Euro", sagte Dick.

Kommen in diesem Jahr nicht genügend Bürgerbeiträge zusammen, ist das für Dick kein Grund, den Pumpenplan ein für alle Mal aufzugeben. Sollten sich später einmal genügend Zahler finden, könne das Pumpkonzept auch in diesen Orten noch umgesetzt werden. "Allerdings wird die Stadt jetzt nicht jedes Jahr eine Umfrage machen. Da muss schon eine Bürgerinitiative signalisieren, dass genug Interessenten da sind", meint Dick. Abweisen will er auch nicht Bürger, die sich künftig noch an laufenden Pumpmaßnahmen beteiligen wollen. Überschüsse, die durch "Späteinsteiger" in den Topf kommen, sollen nach zehn Jahren an alle Zahler verteilt werden.

Die Stadtverwaltung will nun zunächst die Verträge mit den zahlungswilligen Bürgern unter Dach und Fach bringen. Wenn die Finanzierung auf diese Weise gesichert ist, wird ein Vertrag mit dem Erftverband geschlossen, der die Pumpen betreibt.

(RP)