1. NRW
  2. Städte
  3. Korschenbroich

Jüchen: Zillikens: "Dies ist keine Katastrophe"

Jüchen : Zillikens: "Dies ist keine Katastrophe"

Das Land überweist an die Gemeinde Jüchen 1,9 Millionen Euro weniger, als ursprünglich angenommen. Bürgermeister Harald Zillikens ruft dazu auf, aktiv nach Lösungen zu suchen und hofft auf ein Entgegenkommen des Kreises.

Das Verfassungsgericht hat dem Landeshaushalt einen Riegel vorgeschoben. Inwieweit kann sich der Bürgermeister einer Kommune, die überraschend keine Schlüsselzuweisungen vom Land bekommen wird, ein bisschen Schadenfreude nicht verkneifen?

Zillikens Ich empfinde keine Schadenfreude. Die wäre auch nicht angebracht. Letztlich ist niemandem mit der jetzigen Situation geholfen. Dabei saß der Stachel doch tief, als Ihnen die erste Berechnung der Zuweisungen präsentiert wurde.

Ist der Schock zum Jahresauftakt mittlerweile verdaut?

Zillikens Das war ein Schlag ins Kontor, das ist richtig. Weil die Änderung der Berechnungsgrundlagen und der Zeitpunkt nicht angekündigt war und wir die 1,9 Millionen Euro in unserem Haushaltsentwurf fest verplant haben. Aber es bringt nichts, jetzt eine katastrophale Situation zu diagnostizieren. Dies ist keine Katastrophe. Ich mag dieses Wort nicht. Wir hatten auch keinen katastrophalen Winter, sondern einfach einen Winter. Es muss jetzt darum gehen, nach Lösungen zu suchen. Dies ist mein Ansatz.

Ein Ansprechpartner bei der Lösung der finanziellen Probleme muss der Landrat sein. Was erwarten Sie vom Kreis hinsichtlich der Kreisumlage, die Jüchen an den Kreis zahlen muss?

Zillikens Ich erwarte mir sicherlich ein Entgegenkommen des Kreises. Der Kreis hat für 2010 ein Defizit von rund 15 Millionen Euro kalkuliert, schließt nun aber mit einem Plus ab. Zudem erhält der Kreis vom Land rund zehn Millionen Euro an Schlüsselzuweisungen. Dies muss berücksichtigt werden, wenn die Kreisumlage beschlossen wird. In jedem Fall darf es nicht so sein, dass wir als Kommune mit unseren Kassenkrediten über die Kreisumlage dafür sorgen, dass der Kreis seine allgemeine Rücklage weiter anfüllt.

Den Rest des Interviews lesen Sie in der Dienstagsausgabe der Rheinischen Post.