1. NRW
  2. Städte
  3. Korschenbroich

Korschenbroich: FDP will bei Kultur und Straßenkataster sparen

Korschenbroich : FDP will bei Kultur und Straßenkataster sparen

Gut 66 000 Euro "schwer" ist nach Angaben der Korschenbroicher FDP eine Sparliste, welche die Liberalen bei einer Tagung zum städtischen Haushalt für 2011 erstellt haben.

Zu den Vorschlägen gehört, die Ausgaben für Kulturveranstaltungen um zwanzig Prozent zu kürzen. In dieser Größenordnung hat der Rat bereits im vergangenen Jahr die freiwilligen Zahlungen an Vereine zurückgefahren. "Bei Veranstaltungen wie Orgelwoche, Jazz-Café und Jugendkultur muss man sich auch bemühen, dort Einnahmen zu schaffen", sagte Hanne Wolf-Kluthausen, Vorsitzende der FDP-Ratsfraktion, gestern.

Sparmöglichkeiten sieht die FDP zudem bei den freiwilligen Ausgaben der Stadt für die Fortbildung ihrer Mitarbeiter. Diese betragen bisher 14 000 Euro. Die Ausgaben für den jährlichen Nachmittag, zu dem die Stadt die Senioren einlädt, sollten laut FDP auf 10 000 Euro eingefroren werden. Der städtische Anteil an den Kosten für die Reinigung von Kirmesplätzen soll nicht, wie bislang vom Rat beschlossen, um 2200 Euro, sondern um 5400 Euro gekürzt werden. Auch das seien 20 Prozent der Gesamtsumme. "Die Stadt sollte sich auch überlegen, ob sie weiter als nahezu einzige weit und breit eine Feierstunde zum Tag der Deutschen Einheit ausrichtet oder ob sie dieses Geld nicht besser spart", sagte Wolf-Kluthausen. Diese Feier schlägt jährlich mit 1400 Euro zu Buche.

Eine erhebliche Entlastung für die Haushalte der nächsten Jahre wäre es nach Ansicht der FDP, würde die Stadt das geplante, 200 000 Euro teure elektronische Straßenkataster eine Zeit lang zurückstellen und die Lohnabrechnungen der Stadtmitarbeiter von der Kreisverwaltung machen lassen. Das zu tun, habe der Kreis seinen Kommunen kürzlich angeboten, sagt die Fraktionsvorsitzende. Und: "Ich vermisse nach wie vor eine Zielsetzung vom Bürgermeister, wann wir aus dem Nothaushalt herauskommen werden und wie das gehen soll."

(RP)