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Korschenbroich: 500 Besucher bei Mösli-Turnier mit jungen Reitern

Korschenbroich : 500 Besucher bei Mösli-Turnier mit jungen Reitern

Zum 37. Mal veranstaltete das Reitercorps Kleinenbroich gestern das Vergleichsturnier mit Reitern aus der Region.

Längst ist das Hans-Mösli-Turnier des Reitercorps Kleinenbroich weit über die Stadtgrenzen von Korschenbroich hinaus bekannt - und auch gestern lockte das Event auf dem Reitgelände der Geschwister Klitzen an den Weilerhöfen bei Kleinenbroich wieder rund 500 Besucher. Auf jeden fünften von ihnen kam dabei mindestens ein Pferd. "180 Nachwuchs-Reiter gehen hier an den Start, um fünf verschiedene Prüfungen zu absolvieren", sagt Bertel Peiffer, Vorsitzender des Schützen-Reitercorps, das 1978 von Peter Ahrweiler ins Leben gerufen wurde.

Das Reitturnier hat inzwischen eine langjährige Tradition: Zum 37. Mal stiegen gestern begeisterte Hobby-Reiter in den Sattel und überwanden mit ihren Pferden unterschiedliche Hindernisse auf dem Turnierplatz.

"Was zählt, ist, dass die Freunde des Reitsports sich austauschen und Kontakte pflegen", sagt Bertel Peiffer. Er zählt - wie sein Bruder Wilfried als zweiter Vorsitzender - zu den vier noch verbliebenen Gründungsmitgliedern des Corps. Viele der Reiter, die an dem Turnier teilnehmen, das nach dem 1999 verstorbenen Turnierreiter Hans Mösli benannt ist, kommen aus der ganzen Region nach Kleinenbroich, um ihr Talent an den Zügeln unter Beweis zu stellen. "Manche der Reiter sind erst sechs oder sieben Jahre alt und lassen sich in der Rubrik ,Führzügeln' von zwei Richterinnen des Pferdesportverbands Rheinland prüfen. Andere springen in der Klasse A über bis zu einen Meter hohe Hindernisse", erzählt der Vorsitzende. Jedes Jahr werde das Event in Eigenregie von den 17 Mitgliedern des Corps organisiert. Rund 60 Sponsoren konnten sie zur Finanzierung des Turniers gewinnen.

Auf dem Pferd saß gestern auch die 13 Jahre alte Fabienne Höffken aus Kaarst. Die Jugendliche nahm bereits zum dritten Mal am Turnier teil. Sie ließ sich - natürlich standesgemäß im vollständigen Reiterdress - beim Führzügelwettbewerb testen. "Das Turnier ist klasse, auch das Ambiente stimmt", sagte Höffken während der Vorbereitungen auf das Springen.

"Früher fand das Turnier mitten im Ort zwischen zwei Supermärkten statt. Heute sind wir dankbar, dass uns die Geschwister Klitzen ihre Hofanlagen und Turnierplätze zur Verfügung stellen", sagt Wilfried Peiffer. Er konnte ein positives Fazit ziehen. Lediglich die "Jump & Drive"-Show mit einer Kombination aus Reit- und Fahrradparcours musste wegen Teilnehmermangels ausfallen.

(NGZ)