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Kölner Museum Ludwig verlängert Andy-Warhol-Ausstellung

Bis zum 13. Juni : Kölner Museum Ludwig verlängert Andy-Warhol-Ausstellung

Das Kölner Museum Ludwig hat die Laufzeit seiner Andy-Warhol-Retrospektive verlängert. Die Ausstellung „Andy Warhol Now“ werde bis zum 13. Juni in Köln bleiben.

Das teilte ein Sprecher des Museums am Donnerstag mit. Zugleich schaltete das Museum einen rund halbstündigen digitalen Ausstellungsrundgang mit den Kuratoren Stephan Diederich und Yilmaz Dziewior frei, der auf der Museums-Website und auf der Video-Plattform Vimeo zu sehen ist.

Der US-Künstler Andy Warhol (1928-1987) gilt als bekanntester Vertreter der Pop Art. Die Ausstellung, die rund 100 Gemälde, Zeichnungen, Fotografien, Installationen, Skulpturen und Filmmaterial präsentiert, sollte ursprünglich vom 12. Dezember bis zum 18. April gezeigt werden. Wegen des Lockdown konnte sie bislang nicht eröffnet werden. Die Schau versammelt Warhols bekannteste Motive wie etwa die Campbell’s Suppendosen, die Dollarscheine oder die Porträts Prominenter wie Elvis Presley, Marilyn Monroe oder Mick Jagger.

„Wir wollen Warhol zeigen, wie man ihn gerne sieht, aber zugleich auch wenig bekannte Positionen präsentieren“, erklärte Museumsdirektor und Kurator Dziewior. Die Schau beleuchtet, wie sich Warhols Migrationshintergrund sowie seine Homosexualität in seinem Werk niederschlagen. Zu entdecken sind zum Beispiel frühe Arbeiten, die erstmals in Europa ausgestellt werden, darunter homoerotische Zeichnungen aus den 50er Jahren. Seine Herkunft als Kind slowakischer Einwanderer griechisch-katholischen Glaubens verarbeitet Warhol unter anderem in Arbeiten mit religiösen Motiven wie etwa dem letzten Abendmahl oder dem Kreuz.

Zudem ist Warhol auch als Produzent von Fernsehshows zu erleben. An einer Medienstation sind zahlreiche Sendungen zusehen, in denen Warhol prominente Gäste aus Kunst, Show- und Musik-Business präsentiert, darunter Keith Haring, Paloma Picasso, Bryan Adams, Liza Minelli oder Yoko Ono.

(bsch/epd)