Homosexualität - alle aktuellen Infos

Homosexualität - alle aktuellen Infos

Foto: AFP

Homosexualität

Kirche strahlt in Farben des Regenbogens gegen Queerfeindlicheit
Kirche strahlt in Farben des Regenbogens gegen Queerfeindlicheit

Aktionstag in MönchengladbachKirche strahlt in Farben des Regenbogens gegen Queerfeindlicheit

Zum internationalen Aktionstag „Idahobit“ am 17. Mai ließ ein in Berlin lebender Gladbacher die Citykirche bunt beleuchten. Auf dem Sonnenhausplatz machte das Queere Jugendzentrum „True Colours“ mit einem Projekt auf das ernste Thema aufmerksam.

Klima gegen queere Menschen hat sich deutlich verschärft
Klima gegen queere Menschen hat sich deutlich verschärft

Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und TransphobieKlima gegen queere Menschen hat sich deutlich verschärft

Der Tag gegen Homophobie und Queerfeindlichkeit rückt die Lage von Menschen in den Mittelpunkt, die zum Beispiel wegen ihrer sexuellen Orientierung Anfeindungen ausgesetzt sind. Verbände sind besorgt und warnen.

Die Regenbogenfahnen werden im Kreis Kleve gehisst
Die Regenbogenfahnen werden im Kreis Kleve gehisst

Zeichen gegen HomophobieDie Regenbogenfahnen werden im Kreis Kleve gehisst

Am 17. Mai gibt es wieder den Aktionstag gegen Homophobie. Auch im Kreis Kleve wird es dann bunt. Zudem ist eine Kunstaktion geplant, die auch den Weg an den Niederrhein schaffen soll.

Irak verabschiedet Anti-Homosexuellen-Gesetz
Irak verabschiedet Anti-Homosexuellen-Gesetz

Bis zu 15 Jahre HaftIrak verabschiedet Anti-Homosexuellen-Gesetz

Homosexualität ist im Irak ein Tabu, doch bisher gab es kein Gesetz, das gleichgeschlechtliche Beziehungen ausdrücklich unter Strafe stellte. Jetzt wurde ein entsprechendes Gesetz verabschiedet.

Benefizveranstaltung mit Ex-Fußballprofis auf dem Platz
Benefizveranstaltung mit Ex-Fußballprofis auf dem Platz

Sportfreunde Neersbroich laden am 1. Mai einBenefizveranstaltung mit Ex-Fußballprofis auf dem Platz

Unter dem Motto „KulTor“ laden die Sportfreunde Neersbroich zu einer ungewöhnlichen Veranstaltung aus Fußball und Kunst ein. Die ehemaligen Profis Chiquinho und Marcel Ndjeng kicken mit. Die Karten sind limitiert.

Ungarns Staatschefin Novak zurückgetreten
Ungarns Staatschefin Novak zurückgetreten

Pädophilie-SkandalUngarns Staatschefin Novak zurückgetreten

Der Druck von Opposition und Regierung war am Ende zu groß: Ungarns Staatspräsidentin Katalin Novak ist am Samstag zurückgetreten. Zuvor hatte sie mit einer Begnadigung in einem Pädophilie-Fall breite Empörung ausgelöst.

Muslimisches Gymnasium wehrt sich gegen drohende Schließung
Muslimisches Gymnasium wehrt sich gegen drohende Schließung

FrankreichMuslimisches Gymnasium wehrt sich gegen drohende Schließung

Frankreichs erstes muslimisches Gymnasium soll geschlossen werden. Die von der Präfektur angekündigte Streichung der staatlichen Subventionen bedeute einen „Machtmissbrauch“ der Behörde, sagte der Anwalt der Schule.

25 Jahre Queergemeinde Münster – eine der ersten in Deutschland
25 Jahre Queergemeinde Münster – eine der ersten in Deutschland

„Teil der Schöpfung und nicht gegen Gottes Willen“25 Jahre Queergemeinde Münster – eine der ersten in Deutschland

In Münster hat eine der ersten queeren Gemeinden in der katholischen Kirche in Deutschland ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert. Der emeritierte Münsteraner Weihbischof Dieter Geerlings sagt, warum die Gemeinde so wichtig ist.

Gabriel Attal ist Macrons „beste Karte“
Gabriel Attal ist Macrons „beste Karte“

Frankreichs neuer PremierministerGabriel Attal ist Macrons „beste Karte“

Wachwechsel in Frankreich: Bildungsminister Gabriel Attal wird neuer Premierminister. Der beliebte 34-Jährige soll die Erneuerung verkörpern.

Papst weist Kritik an Segnungen homosexueller Paare zurück
Papst weist Kritik an Segnungen homosexueller Paare zurück

Katholische KirchePapst weist Kritik an Segnungen homosexueller Paare zurück

Paps Franziskus erlaubte mit seiner Erklärung „Fiducia supplicans“ die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare. Was hierzulande überwiegend gelobt wurde, rief in anderen Staaten – insbesondere in Afrika Kritik hervor. Die Antwort des Vatikans auf den Gegenwind.

Ex-Fußballer Urban will Gruppen-Coming-Out organisieren
Ex-Fußballer Urban will Gruppen-Coming-Out organisieren

Dokumentarfilm in ArbeitEx-Fußballer Urban will Gruppen-Coming-Out organisieren

Noch immer hatte kein aktiver Fußballprofi in Deutschland sein Coming-Out. Der homosexuelle Ex-Jugendnationalspieler Marcus Urban will das ändern.

Reformen nur mit Einwilligung des Papstes möglich
Reformen nur mit Einwilligung des Papstes möglich

Kardinal Woelki als Gastredner im DiözesanratReformen nur mit Einwilligung des Papstes möglich

Der Kölner Erzbischof hat in einem Vortrag vor Laienvertretern des Erzbistums seine Sicht auf Reformideen erläutert. Den meisten Forderungen erteilte er eine Absage.

„Hier vor Ort ist meine Kirche“
„Hier vor Ort ist meine Kirche“

Langenfeld„Hier vor Ort ist meine Kirche“

Viele ehrenamtlich in der Gemeinde tätige Bürger sind der Ansicht, dass nur kleinteilige Angebote im Stadtteil eine Bindung zur Gemeinde schaffen. Beim Jahresempfang des Pfarrgemeinderates gab es auch Kritik an den immer neuen Sparprogrammen der Landeskirche.

Vatikan will Debatten zu Frauenweihe und Homosexualität stoppen
Vatikan will Debatten zu Frauenweihe und Homosexualität stoppen

Reformbestrebungen in DeutschlandVatikan will Debatten zu Frauenweihe und Homosexualität stoppen

Und wieder ein Stopp-Signal aus Rom: Der Vatikan erklärt den deutschen Bischöfen, welche Reformthemen auf keinen Fall verhandelbar seien. Die katholischen Laien im ZdK wollen ihren Kurs nicht ändern und bleiben gelassen.

Frankreichs Bildungsminister führt Schulfach „Empathie“ ein
Frankreichs Bildungsminister führt Schulfach „Empathie“ ein

Nach Suizid dreier TeenagerFrankreichs Bildungsminister führt Schulfach „Empathie“ ein

Frankreichs Bildungsminister Attal kämpft gegen Mobbing an Schulen. Drei jugendliche Opfer hatten sich in den vergangenen Monaten das Leben genommen. Im nächsten Schuljahr soll Empathie zum Unterrichtsfach werden.

Österreich entschädigt strafrechtlich verfolgte Homosexuelle mit 33 Millionen Euro
Österreich entschädigt strafrechtlich verfolgte Homosexuelle mit 33 Millionen Euro

Diskriminierende Sonderparagraphen erst 2002 aufgehobenÖsterreich entschädigt strafrechtlich verfolgte Homosexuelle mit 33 Millionen Euro

Bis Anfang des Jahrtausends wurden Homosexuelle in Österreich verfolgt – für einvernehmliche Handlungen. Bis zu 11.000 Menschen könnten anspruchsberechtigt sein. Bei der Höhe der Entschädigung kommt es allerdings auf den Einzelfall an.

Vatikan billigt Taufe von transgeschlechtlichen Menschen
Vatikan billigt Taufe von transgeschlechtlichen Menschen

Durchbruch für LGBTQ-KatholikenVatikan billigt Taufe von transgeschlechtlichen Menschen

Was berechtigt laut Vatikan zur Taufe? Die „begründete Hoffnung“, dass das Kind in der katholischen Religion erzogen werde. Das gilt nun offiziell für alle – allerdings unter einer Bedingung.

Wie Schüler lernen, mit Homophobie und Hass umzugehen
Wie Schüler lernen, mit Homophobie und Hass umzugehen

Veranstaltung am Gymnasium HückelhovenWie Schüler lernen, mit Homophobie und Hass umzugehen

Kabarettist und Theaterpädagoge Timo Schweitzer vermittelt den Jugendlichen in seiner Comedy-Show Hintergrundwissen über sexuelle Vielfalt, Toleranz, Diskriminierung und Mobbing.

Katholische Kirche berät bei Weltsynode in Rom über Zukunft
Katholische Kirche berät bei Weltsynode in Rom über Zukunft

Hunderte Bischöfe, Laien und FrauenKatholische Kirche berät bei Weltsynode in Rom über Zukunft

Zur Weltsynode in Rom kommen Hunderte Kirchenmänner und einige Frauen zusammen. Die Erwartungen sind hoch. Doch bereits im Vorfeld gibt es Zweifel, dass sich konkret etwas ändern wird.

Kirchen offen für gleichgeschlechtliche Segnung
Kirchen offen für gleichgeschlechtliche Segnung

Nach CSD in RemscheidKirchen offen für gleichgeschlechtliche Segnung

Trotz der Ehe für alle können gleichgeschlechtliche Paare nur in den meisten protestantischen Kirchengemeinden vor Gott heiraten. Alternativ können sie sich aber zumindest katholisch segnen lassen – auch in Remscheid.

Wie tanzt man Liebe ohne Worte?
Wie tanzt man Liebe ohne Worte?

Ballett „Giselle“ an der Düsseldorfer OperWie tanzt man Liebe ohne Worte?

Futaba Ishizaki und Doris Becker tanzen die Hauptrollen in Demis Volpis „Giselle“. Wie sie Gefühle nur durch Bewegungen zeigen und welchen Unterschied es macht, eine Beziehung zwischen zwei Frauen darzustellen.

So war es in Europa vor allem das Christentum, das dafür sorgte, dass homosexuelle Menschen lange Zeit ausgegrenzt oder sogar getötet wurden. Im christlichen Mittelalter etwa galt Sex unter gleichgeschlechtlichen Partnern als Sodomie - und wurde als nicht natürliches Verhalten häufig mit dem Tode bestraft. Auch später zu Zeiten des Deutschen Kaiserreichs änderte sich daran wenig: Der Paragraf 175 des Reichsstrafgesetzbuches von 1872 verbot klar und deutlich homosexuelle Handlungen zwischen Männern und legte als Strafe das Gefängnis fest. Auch als Reaktion auf diese Gesetzgebung gründete sich zu dieser Zeit die erste Homosexuellenbewegung Deutschlands. Der Kopf der Bewegung, Magnus Hirschfeld, selbst Arzt und Sexualforscher, stützte seinen Protest auf die Ergebnisse seiner Forschung, wonach gleichgeschlechtliche Liebe seine Ursache nicht etwa in Krankheiten findet, sondern schlichtweg angeboren und eine natürliche sexuelle Neigung ist.

Zwar stimmte der Reichstagsausschuss 1929 für die Abschaffung des Paragrafen 175 - dies hielt die Nationalsozialisten nach ihrer Machtübernahme allerdings nicht davon ab, homosexuelle Menschen fortwährend brutal zu verfolgen. Tausende Homosexuelle fielen der Schreckensherrschaft der Nazis zum Opfer, wurden getötet, inhaftiert oder in KZ deportiert.

Auch in der Nachkriegszeit wurden Homosexuelle noch über lange Zeit hierzulande oder in anderen westlichen Ländern gesellschaftlich ausgegrenzt. Sinnbildlich dafür steht etwa der Stonewall-Aufstand in New York City 1969, als sich Lesben und Schwule bei einer Razzia der Polizei in der Schwulenbar "Stonewall Inn" gegen die allgegenwärtigen Diskriminierungen wehrten. In der Zeit darauf, in den 1970er und 80er-Jahren, formierten sich immer mehr Schwulen- und Lesbenbewegungen. Sie forderten, etwa auf den vielen Christopher Street Days, ein Ende der Homophobie und die Gleichbehandlung und Gleichberechtigung homosexueller Menschen.

Erst 1994 wurde der Paragraf 175 endgültig aus dem deutschen Strafgesetzbuch gestrichen und seit 2001 ist es homosexuellen Partnern in Deutschland gesetzlich erlaubt, eine "eingetragene Lebenspartnerschaft" einzugehen. 2013 entschied das Bundesverfassungsgericht, dass die Homo-Ehe mit der "klassischen Ehe" gleichgestellt sein soll, etwa in Bezug auf das Ehegattensplitting. Auch ist gleichgeschlechtlichen Paaren seit jenem Jahr die Sukzessivadoption rechtlich möglich. Dass ihnen bislang aber weiterhin das uneingeschränkte Adoptionsrecht verwehrt bleibt, zeigt beispielhaft, dass Lesben und Schwule auch in Deutschland auch heute nicht gleichberechtigt leben können, wenn auch die Situation hier weitaus besser ist, als in vielen anderen Ländern. Stand 2012 wurden Homosexuelle weiterhin in 78 der 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen strafrechtlich verfolgt.