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Springfestival auf dem Hötzenhof in Keppeln

Reitsport : Julius Losch gewinnt auf dem Hötzenhof

Keppelner Springfestival bot spannenden Pferdesport vom Feinsten. Die zahlreichen Zuschauer kamen nicht nur bei den sieben Springprüfungen der schweren Klasse voll auf ihre Kosten.

Draußen peitschte der Regen und es stürmte um die Reithalle am Hötzenhof. Und drinnen? In der Halle gab es Springsport vom Feinsten. So ließe sich das dreitägige Springfestival beim gastgebenden RV von Bredow trefflich zusammenfassen. Denn das, was den zahlreichen Zuschauern an drei Tagen von Pferd und Reitern präsentiert wurde, war aller Ehren wert. Nicht nur, weil das hoch motivierte Team um Vereinschef Arnold Janssen gleich sieben Prüfungen der schweren Klasse ausgeschrieben hatte. Auch die zehn weiteren Prüfungen, in denen aufgrund der hohen Nennungszahlen hier und da in zwei Abteilungen geritten wurde, konnten sich durch die Bank weg sehen lassen.

Dabei herrschte oftmals gespenstische Stille in der top hergerichteten Prüfungshalle des Hötzenhof, wenn die Reiter aus der Region und darüber hinaus ihre Pferde über die oftmals gewaltig von Georg Broeckmann und Dirk Lukas erscheinenden Hindernisse lenkten. Insbesondere das Mächtigkeitsspringen hatte es in sich, ließ manchen Zuschauer beinahe den Atem stocken, als im dritten Umlauf die Mauer eine Höhe von 2,15 Meter (!) erreicht hatte. Riesenjubel, als Lokalmatador Tobias Thoenes die in den Niederlanden gezogenen Schimmelstute Engelien (Clinton/Carthago) dieses „Monstrum“ ebenso fehlerfrei überwand wie Leonie Jonigkeit, Thüdinghausen, den zehnjährigen Toulon Sohn Tello R Z aus einer Calato Mutter gezogen. Einfach nur sagenhaft.

Das mochte man aber auch zu dem Ritt des für den RFV „von Driesen“ Asperden-Kessel startenden Julius Losch im Großen Preis der Warsteiner Brauerei, einer Zweisterne-Springprüfung der Klasse S sagen, die zugleich als Höhepunkt des Keppelner Springfestivals galt. Strafpunkt frei lenkte der Inhaber des Goldenen Reitabzeichens den zwölfjährigen in Holstein gezogenen Schimmelwallach Con Corrado (Corrado I/Cascoin) in Bestzeit durch den kniffeligen Stechparcours und ließ hierbei die starke Konkurrenz hinter sich. Zu ihr gehörte auch die Keppelner Amazone Carina Janssen, die sich auf dem zehnjährigen Corinero mit einer fehlerfreien Runde auf dem fünften Rang platzieren konnte. Oder Sophie Beckmann vom Club der Pferdefreunde Goch, die im Sattel von Cristella SG im Stechparcours einen Hindernisfehler hinnehmen mussten, was die aufmerksamen Zuschauer mit einem lauten Raunen quittierten. Kurzum, es war einfach stark, wie die Reiter aus dem Kreispferdesportverband Kleve diese schwere Aufgabe meisterten.

Dabei hatten sie an Tag eins dieser Veranstaltung für Furore im Team-Springen der Klasse S* um den Hans-Theo Terhoeven-Urselmans Gedächtnis gesorgt und bereits hier die Spannung weit nach oben getrieben. Goldschleife für das Team „Blah Blah Blah“, in der Carina Janssen (Cassilano‘s Stern), Sophia Lindemann (First Lady), Tobias Thoenes (J‘Espere van ter Pamelen) und Judith Emmers auf Quenelle d‘or den Stechparcours ritt, den sie in Bestzeit überwand. Dadurch, dass auch die nachfolgenden Teams fehlerfrei blieben, wurden die Umläufe umso spannender, sodass am Ende die Uhr entschied. Nicht nur hier quittierten die Zuschauer den gezeigten Springsport der Extraklasse mit Beifall und Jubelrufen.

Fazit: Mit diesem hochkarätigen Springfestival hat der gastgebende RV von Bredow Keppeln ein weiteres Ausrufezeichen in die Turnierlandschaft des Kreispferdesportverbandes gesetzt, das, getragen von den hoch motivierten Ehrenamtlern des Vereins, sicherlich noch oftmals Erwähnung in der regionalen und überregionalen Reiterszene finden wird.