Reitsport : Sport trifft Show in Keppeln

Springfestival am Hötzenhof: Höchste Wertnote für Judith Emmers. Annalena Ophey erzielte Hattrick und Lara Tönnissen knüpfte an Vorjahreserfolg an. Wahnsinns Auftritte beim Programmpunkt Sport trifft Show.

„Ihr seid der Wahnsinn. Unser Plan mit dem Ziel, alle sollen gemeinsam Spaß haben, ist voll aufgegangen. Die Vereine haben uns mit Special Effects, riesengroßen Gruppen und dem Strahlen in den Augen begeistert. Danke, ihr ward Spitze“, berichtet Andrea Franken vom gastgebenden Verein im Anschluss an den Programmpunkt „Sport trifft Show“, einer der Höhepunkte des ersten Teils des Keppelner Springfestivals, das am Wochenende auf dem Keppelner Hötzenhof über die Bühne gegangen ist. Eingebettet in das fantastische Showprogramm, in dem die teilnehmenden Vereine die zahlreichen Zuschauer schier ins Erstaunen versetzten, war das Mannschaftsspringen der Klasse E bis L mit Stechen, das vom Team „Keppelner Wies´n“ (0.00/26.98) vor dem „Rittern aus Leidenschaft“ (0.00/31.45) gewonnen wurde und das Team „Papa macht das schon“ (4.00/25.53), die den dritten Rang belegte. Was den Showteil anbelangt, so wurde dieser von der Kombination Rheurdt/Sevelen (Tanz der Vampire) vor den Kevelaerern „Rittern aus Leidenschaft“ und den Kalkarern Reitern und Voltigieren gewonnen, die den „Wintertraum“ in Szene gesetzt hatten. Was für ein Spektakel im besten Wortsinne.

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Überhaupt konnte diese dreitägige Turnierveranstaltung in der Halle des Hötzenhofs als gelungen in die Chronik des gastgebenden RV von Bredow Keppeln einsortiert werden, da an allen Tagen sehenswerter Pferdesport geboten wurde. Und das bereits am ersten Turniertag, an dem die Springpferdeprüfungen in den Mittelpunkt rückten. Einmal mehr bewies die für den RFV von Driesen Asperden-Kessel startende Judith Emmers in der Springpferdeprüfung der Klasse M* ihre reiterlichen Fähigkeiten. Denn im Sattel der Fuchsstute Talouba Z (Taloubet Z /Mutter von Calato) erzielte sie die Traumnote von 8.80 (9 = sehr gut), indem sie die fünfjährige, unter anderem mit der erforderlichen angepassten Stellung und Biegung im gleichmäßigen Rhythmus, auch in den Wendungen, über die Hindernisse lenkte. Goldschleife!

Gratulieren mochte man aber auch ihrer Vereinskollegin Annalena Ophey die, entlehnt dem Fußball, in der Reithalle des Hötzenhofes einen Hattrick schaffte, da sie neben der E-Stilspringen (WN 8.40) das A*-Springen und die Ponystilspringprüfung auf gleichem Niveau für sich entscheiden konnte.

Das galt auch für Lara Tönnissen, Lüdinghausen in der Ponyspringprüfung der mittelschweren Klasse, die sie auf Clarissa NRW (*0.00/29.73) für sich entschied. Dabei war die Enkelin des Kranenburgers Gerd Schulte-Geldermann, die im übrigen auch die Reiterszenen in dem Kinofilm „Der Junge muss an die frische Luft“, eine Hommage an Harpe Kerkeling, gedoubelt hatte, als Favoritin in diese Prüfung gegangen, die sie bereits im Vorjahr gewinnen konnte.

Einfach nur stark, was die Teilnehmer dieser dreitägigen, in allen Belangen wohl organisierten Turnierveranstaltung, präsentierten. Hierzu gehörte ohne Zweifel auch der Gewinn der Qualifikationsprüfung zur Ponysportförderung Unterer Niederrhein durch den Weezer Alexander Heimes (Nimton, 0.00/41.59) vor Lokalmatadorin Malin Terhoeven-Urselmans (Mephisto, 0.00/42.20), die auch in der weiteren dieser Qualifikationsprüfung, dieses Mal auf L-Niveau den zweiten Rang (0.00/50.12) hinter der siegenden Antonia Beckmann vom Club der Pferdefreude Goch (Neo L, 0.00/49.48) belegte.