Reitsport: Schöner und spannender Springsport

Reitsport: Schöner und spannender Springsport

Beim RV Graf von Schmettow gab es an zwei Tagen guten Pferdesport zu sehen. Der Preis der Gemeinde Weeze ging an Thorsten Nienhaus. Im "St. Georg Special" setzte sich Linda Erbe mit einem hervorragenden Ergebnis durch.

Sie schienen die Umgebung am Weezer Vorselaer vollkommen ausgeblendet zu haben, die für den Dressurförderkreis Neuss startende Linda Erbe und der achtjährige "DSP Fierro" (Fürst Wettin/Eskadron), als sie die Lektionen des "St.-Georg-Special" ritten. Hochkonzentriert spulte das Paar die 5:20 Minuten lange Prüfung ab, die der Wallach durchlässig und gehorsam absolvierte. In jeder Phase reagierte das Pferd aufmerksam auf die Hilfen der Reiterin. Ebenso sehenswert waren Takt, Durchsprung und Schwung im Galopp sowie das Engagement der Hinterhand im Trab. Und auch die fliegenden Galoppwechsel und die halben Pirouetten nach links sowie rechts waren mehr als gelungen. Die Zuschauer am Rande des Dressurvierecks waren begeistert angesichts der sauber ausgeführten Lektionen, die von den Reitern in der Hohen Schule der Dressur gezeigt wurden.

Der "St. Georg Special", eine Dressurprüfung der schweren Klasse, war ohne Zweifel ein Höhepunkt beim Frühlingsturniers des RV Graf von Schmettow. Die Vorstellung von Linda Erbe war mit 915 Punkten herausragend gut und wurde völlig zurecht mit dem Sieg und viel Beifall belohnt.

Stark waren aber auch die Leistungen auf dem Springplatz, auf dem der Kranenburger Fin Schulte-Geldermann in der Pony-Stilspringprüfung der Klasse A* mit Zeitpunkten, gleichzeitige Qualifikation zur Ponysportförderung unterer Niederrhein, im Sattel von "Miraculie SGN" eine Wertnote von 9.10 (9 = sehr gut) erzielte und damit Lokalmatador Alexander Heimes auf Nimton mit einer Note von 8.60 auf den zweiten Rang verwies. Auch das abschließende Stafettenspringen konnte Schulte-Geldermann, der in dieser Prüfung mit Mona Cox (0.00/118.61) ein Team bildete, vor den Weezerinnen Jana Peters und Mareike Tünnessen (0.00/120.80) für sich entscheiden. Spannender hätte der erste Turniertag nicht enden können.

Der Beginn des zweiten Tages wurde von den Wettermeldungen beherrscht, die Sturm und Starkregen ankündigten. Vereinschef Johannes Krebbers war erleichtert, dass zumindest der Sturm vorbeizog. So blieb es beim Regen, der dem Nachwuchs nichts anhaben konnte, da dessen Prüfungen in der Halle stattfanden. Doch auch das Geläuf im Freien blieb trotz Regens griffig - das war auch beim Abschluss und Höhepunkt der Reitertage der Fall, einem M*-Springen um den Preis der Gemeinde Weeze, in dem acht Starterpaare ins Stechen kamen. Am Ende war es der Keppelner Thorsten Nienhaus auf "Quanta-Costa" (*0.00/33.87), der aus den Händen von Weezes Bürgermeister Ulrich Franken den Ehrenpreis für den schnellsten fehlerfreien Ritt entgegennehmen durfte.

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Ein besonderer Preis wurde Vereinschef Johannes Krebbers für gefühlte 50 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Von-Schmettow-Reitern überreicht. Bescheiden wie Krebbers ist, nahm er diese Auszeichnung sichtlich gerührt entgegen, stellvertretend für alle Ehrenamtler im Verein.

Glückwünsche gingen darüber hinaus an die beiden Weezer Nachwuchsreiterinnen Jana Boßmann und Helena Kocken, die auf heimischen Boden jeweils einen Doppelerfolg landeten. Nicht nur deshalb war das Turnier aus Sicht des Veranstalters ein Erfolg.

Ergebnisübersicht m Fuß der Seite.

(sder)