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Kreis Kleve: Schüler-Labor der Hochschule gestartet

Kreis Kleve : Schüler-Labor der Hochschule gestartet

Das zdi-Zentrum Kreis Kleve cleverMINT lädt Schüler der Region ein, im Energie-Labor Naturwissenschaften und Technik kennenzulernen. Das Experimentieren soll den Spaß an MINT-Fächern wecken. Ferienkurse sind im Juli.

Steffen Kluge unterrichtet typische "Lieblingsfächer": Mathe und Physik. Das sind Fächer, die wichtig sind. Und spannend. Man muss sich nur begeistern lassen: "Wir wollen genau das - unsere Begeisterung ein Stück weitergeben, die Begeisterung für die Naturwissenschaften", sagt Prof. Peter Scholz, Vizepräsident für Forschung der Hochschule Rhein-Waal. Denn an "seiner" Hochschule stehen die MINT-Fächer im Mittelpunkt - Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Und begeistern möchte er die Schüler der Schulen aus der ganzen Region, damit sie vielleicht irgendwann eines dieser MINT-Fächer studieren.

Dafür hat das zdi-Zentrum Kreis Kleve der Hochschule Rhein-Waal "cleverMINT" jetzt das Schülerlabor "Energie" gestartet. Das Labor ist erst einmal nur ein Raum wie ein Klassenzimmer. Es ist kein Chemie-Labor, wie man es aus der Hochschule kennt. Dass daraus ein "Energie"-Schülerlabor wird, dafür sorgen große, silberfarbene Stahlkoffer auf den Tischen. Die haben die Ametek-Foundation, Mutter der Klever Spectro-Analytical Instruments GmbH gesponsort, dazu kamen Zuschüsse des Landes und der EU. "Durch das Energie-Labor soll den Schülern möglichst frühzeitig eine Auseinandersetzung mit der modernen Wissenschaft mit großem Technik- und Praxisbezug gebeben werden", sagt Martina Bracht-Nienaber, Projektkoordinatorin des zdi-Zentrums, über die neu angeschafften Experimentierkoffer zum Thema "Solarthermie". "Mit erlebnisorientierten Experimenten und Angeboten sollen junge Menschen begeistert und gleichzeitig für wissenschaftliche Experimente motiviert werden", so Bracht-Nienaber. Über ein zukünftig vielfältiges Angebot werde das Thema "Energie" anspruchsvoll dargestellt und biete eine Ergänzung zum Schulunterricht.

Steffen Kluges Schüler, die 9. Klasse des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums in Kleve, durften als erste ausprobieren, was in den silbernen Koffern auf ihren Tischen so Spannendes steckt. Das erklärt den Jungen und Mädchen des Klever Gymnasiums (und allen Schülern aus der Region, die bald hierhin kommen sollten) ein Professor der Hochschule. Georg Bastian ist Physiker - und geht gleich zur Sache: Es geht darum, wie die Solar-Energie funktioniert, warum die Umgebung einer solchen Zelle schwarz ist, wie Wärme dadurch erzeugt wird und vor allem, wie lange man die gewonnene Energie eigentlich "festhalten" kann. Und wenn der Inhalt des Koffers einmal auf den Tischen ausgebreitet ist, die Kabel verbunden sind und es anfängt, zu "funktionieren", dann ist aus dem "Klassenzimmer" ein richtiges Labor geworden.

Manfred Bergsch, Spectro-Geschäftsführer, ist wie die Jungen und Mädchen von den Koffern begeistert und hantiert mitten in einer Schülergruppe mit den Gerätschaften. Dass er Naturwissenschaften gut findet, zeigt nicht nur das auf seine Krawatte gedruckte chemische Periodensystem. Später sagt der Spectro-Chef, dass man nicht früh genug anfangen kann, Kinder für die MINT-Fächer zu begeistern. Gerhard Heusipp. Leiter des Forschungszentrums, möchte auch die Grundschulen einladen, sich über die Forschungslabore zu informieren. Es werde für alle Jahrgänge die entsprechenden Angebote vorbereitet, sagt Karen Herold. Sie ist die wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hochschule Rhein-Waal und Ansprechpartnerin für das Energie-Labor. Ein erster Ferienworkshop "Sommer, Sonne, Solarboot" ist vom 8. bis 10. Juli 2014 (9 bis 12Uhr) für Schüler von 10 bis 12 Jahren, ein zweiter "Solarboot-Workshop" folgt vom 14. bis 17. Juli 2014 (9 bis 12 Uhr) für 13- bis 15-Jährige. Beide kostenfreie Kurse enden mit einem Wettbewerb der gebauten Solarboote. Anmeldungen: zdi-kleve@hochschule-rhein-waal.de .

(RP)