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Mehr Wohnmobilplätze für Kevelaer

Tourismus in Kevelaer : Mehr Wohnmobilplätze, aber kein zusätzlicher Service

Die FDP setzt sich für Servicestationen an den Wohnmobilplätzen ein. Der Verwaltung reicht das bestehende Angebot.

Plätze für Wohnmobile erfreuen sich großer Nachfrage, auch in Kevelaer. Denn auch in der Wallfahrtsstadt legen immer wieder regelmäßig Besucher mit ihren Caravans einen Stopp ein. Daher ist bereits im Januar beschlossen worden, die Zahl der Plätze im Stadtgebiet zu erhöhen. Das begrüßt auch die FDP, die allerdings die Anregung machte, diese Plätze auch mit Anlagen zu versehen, in denen die Wohnmobilisten ihr Schmutzwasser entsorgen und frisches Wasser nachfüllen können. So ließe sich ein deutlich höherer Komfort für die Touristen erreichen. Zudem regte die FDP an, auch am neuen Solegarten Plätze für Wohnmobile einzurichten.

Mit dem Thema „Wohnmobile“ hat sich in den vergangenen Monaten eine Arbeitsgruppe der Verwaltung beschäftigt. Die Zahl der Wohnmobilplätze am Europaplatz sei um zehn weiter erhöht worden. Zudem gebe es Überlegungen auch auf der Hüls am Solegarten weitere Stellplätze einzurichten, teilte die Verwaltung jetzt im Ausschuss mit. Insgesamt hätte die City damit künftig 18 kostenfreie Plätze für Wohnmobile. Man wolle die Situation beobachten und anhand der Frequentierung entscheiden, ob es Sinn macht, noch weitere Plätze auszuweisen.

Die Verwaltung hatte durchgerechnet, was ein Ausbau am Europlatz mit Ver- und Entsorgungsstation kosten würde. Rund 19.000 Euro würden dafür anfallen, hatte man überschlagen. Sollten auch die neuen Plätze an der Hüls ausgestattet werden würde das zu weiteren Kosten führen.

Die Stadt schlug vor, erst einmal keine Versorgungsstation einzurichten. Man habe Gespräche mit den Verantwortlichen des „Reisemobilhafens Den Heyberg“ geführt. Die seien einverstanden, dass mit Hinweisschildern am Europaplatz und auf der Hüls auf die Entsorgungseinrichtung in Twisteden hingewiesen wird. Bereits jetzt können Wohnmobilisten die Anlage dort gegen eine Gebühr nutzen.

Eine Lösung, von der die FDP nicht begeistert war. „Wir hätten uns eine positivere Stellungnahme gewünscht“, sagte Willi Gerads. Ludger Holla vom Bauamt wies darauf hin, dass Wohnmobilisten traditionell kein Problem damit hätten, etwas zu fahren, um sich mit Frischwasser zu versorgen. Es gebe längst nicht auf jedem Platz auch eine Entsorgungseinrichtung. Der Vorschlag der Stadt könne schnell umgesetzt werden.

Die Mehrheit im Ausschuss lehnte den Antrag der FDP ab. Dafür stimmten neben der FDP nur die Grünen. Man wolle „keine Billigvariante“, hieß es aus den Reihen der Grünen-Fraktion.