Gemeinde Grefrath: Kinderlächeln im Doppelpack

Gemeinde Grefrath: Kinderlächeln im Doppelpack

Jeden Montagmorgen ist das Grefrather Frauen- und Familienzentrum "M.u.m." am Burgweg fest in der Hand von Zwillingen. Der Mehrlingstreff steht auf dem Programm. Dort kommen Eltern von Mehrlingen zum Gespräch zusammen. Sie finden das Angebot wichtig.

"Wo ist Annemarie? Da bist du. Schön, dass du da bist", singt die Runde aus sechs Müttern. Dabei stupst Diana Nijs ihrer neun Monate alten Tochter Annemarie liebevoll ans Bäuchlein. Die Kleine lacht ebenso wie Tochter Katharina. Reihum werden die Namen der insgesamt elf Kinder genannt. Die anderthalb Jahre alte Jamina weiß schon genau, dass sie gemeint ist und deutet mit dem Fingerchen auf sich, als ihr Name ertönt. Schmunzeln bei den Müttern.

Bei den Müttern, die mit ihrem Nachwuchs im großen Raum des Grefrather Frauen- und Familienzentrums "Mutter und mehr", kurz "M.u.m." genannt, sitzen, gibt es Kinderglück im Doppelpack: Zwillinge. Jeden Montagsmorgen ist im "M.u.m." das Mehrlingstreffen angesagt. "Die Idee kam im vergangenen Jahr auf", erinnert sich Angelika Minten, die das Treffen leitet. Sabine Hummel, Mutter der anderthalbjährigen Zwillinge Jahvis und Jamina, war es, die den Grundstein legte. "Ich habe eine Bekannte, die bei M.u.m. arbeitet, angesprochen. Der Bedarf nach einem Mehrlingstreff war da, denn es ist wirklich etwas anderes, wenn man Zwillinge bzw. Mehrlinge hat."

In der Regel sind es sieben Mütter, die allesamt Zwillinge haben und sich jeden Montag zwecks Austausch und Kinderaktivitäten treffen. "Bei Mehrlingsmüttern trifft man auf ein ganz anderes Verständnis bei Fragen. Das Handling bei Zwillingen ist anders", bemerkt Nadine Henning, deren Zwillinge Anton und Johannes 20 Monate alt sind. "Außerdem ist es schön, dass man weiß, man ist kein Einzelfall. Da gibt es noch andere Mütter, die Zwillinge haben", äußert sich Claudia Schrievers-Abels, deren Nachwuchs Romy und Lennard ein knappes Jahr alt ist.

Zwillinge bedeuteten schon mehr Arbeit und Stress, sind sich alle einig. "Wenn ich die eine anziehe, räumt der andere mir in der Zeit die Schublade aus", plaudert Hummel aus dem Alltag. "Die beiden laufen grundsätzlich in verschiedene Richtungen, da weiß man nie, wem man zuerst hinterher hechtet", sagt Denise Beitz, Mutter von Hannah und Henrik, die jetzt 19 Monate alt sind. Aber nicht nur die Arbeit ist doppelt, auch die Freude. "Man bekommt gleich zwei Kinderlächeln", strahlt Henning.

(RP)
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