Aus für Tischtennis-Damen?

Die Zweitliga-Mannschaft des VfL Willich droht trotz einer erfolgreichen Saison die Auflösung.Der 1. Vorsitzende Helmut Frantzen will das mit Hilfe von Sponsoren verhindern.

Aus den Vereinen "Ich sehe mich jetzt schon nach einem Nachfolger um, vier Jahre mache ich noch", sagt der Vorsitzende des DJK/VfL Willich, Helmut Frantzen (61). Dann will er sein das Amt in jüngere Hände geben. Frantzen führt seit zwei Jahrzehnten den derzeit 2495 Mitglieder starken Verein, der jetzt seine Generalversammlung durchführte. Dabei erinnerte eine Plakat-Schau im schmucken Vereinsheim an die vielen regionalen und überregionalen Großveranstaltungen der vergangenen 15 Jahre.

Bedauerlich war die Nachricht, dass die in der 2. Bundesliga gut aufspielende Tischtennis-DamenMannschaft im April vom Spielbetrieb zurückgezogen werden soll. "Uns fehlen die Sponsoren", bedauert der Vorsitzende natürlich diese Entwicklung. Aber noch ist es nicht zu spät. Wer das Team sponsern möchte, sollte sich schnellstmöglich mit Helmut Frantzen (Telefon 02154/910740) in Verbindung setzen.

Ansonsten geht der Verein mit seinen elf Abteilungen und den vielen Trainern, Betreuern und ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen gelassen an die kommenden Aufgaben. In diesem Jahr kann der Verein auf sein 90-jähriges Bestehen zurückblicken. Nach ersten Jubiläumsaktionen, wie Judo-Turnier, Ausrichtung DJK-Diözesanverbandstag und Sportlerehrung, finden in den kommenden Monaten unter anderem ein Frühlingsfest der Tischtenns-Abteilung und ein Jubiläumsturnier der Fußball-Jugend statt. Die Modellflieger laden am 26. April zu einer Flugschau in die Jakob-Frantzen-Halle ein. Empfang und Vereinsschau sind dann am 10. November.

  • 70. Geburtstag : Helmut Frantzen - der Sport liegt in der Familie
  • Stadt Willich : DJK/VfL ist Fusion mit WTV aufgeschlossen
  • Stadt Willich : Willich: Sportvereine vor der Fusion

Neu im Vorstand ist Jugendsprecher Ahmed Nadir. Auch bei den Abteilungsleitern gab es eine Veränderung: Uwe Vohwinkel löste "Toto" Baum bei den Fußball-Senioren ab. Auflösen musste sich zuletzt die Radsportabteilung; der langjährige Abteilungsleiter Helmut Spatscheck wurde ebenso verabschiedet wie "Toto" Baum. Die Delegierten sprachen sich noch für die Anschaffung von Defibrilatoren auf den öffentlichen Sportanlagen aus. Vor zwei Wochen war bei einem Spiel der dritten Fußball-Mannschaft der Schiedsrichter zusammengebrochen und an einem Herzinfarkt gestorben. Jetzt soll erst einmal das Gespräch mit Stadtsportverband und Stadtverwaltung gesucht werden. Helmut Frantzen: "Wie in einigen Nachbarstädten müsste es doch möglich sein, ähnlich wie Feuerlöscher auch Defibrilatoren auf den Anlagen aufzustellen." Allerdings kosten ein Gerät rund 2000 Euro.

(RP)