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Kaarst: Ovationen für die Tänzer der SG Kaarst

Kaarst : Ovationen für die Tänzer der SG Kaarst

Mit "100 Jahre Tanz - Ein Kaleidoskop verschiedener Tanzstile" präsentierte die SG Kaarst eine furiose Show.

Mit einer Tanzshow im AEG-Forum wollte die SG Kaarst die Feierlichkeiten zu ihrem 100-jährigen Bestehen beschließen. Doch es wurde nicht irgendeine Vereinsdarstellung in der Schulaula am ersten Adventsabend. Vor ausverkauftem Haus boten die Tänzer ein mitreißendes Spektakel unterschiedlichster Tanzstile.

Was Claudia Kosterlitzky, Leiterin der Tanz- und Kunstturnabteilung, gemeinsam mit Marie-Lou Thieme, Leiterin der Sparte Orientalischer Tanz, choreographiert hatte und rund 50 Tänzer auf die Bühne brachten, war hochprofessionell.

Und zudem ein gelungener Ausschnitt der unterschiedlichsten Tanzstile, die die SG Kaarst ihren Vereinsmitgliedern bietet: Ob Jazzdance oder klassischer Tanz, ob Bauchtanz oder Hip-Hop, ob Breakdance oder Varieté — an diesem Abend war für jeden Geschmack und für jedes Alter etwas dabei.

"Wir wollen zeigen, wie viele unterschiedliche Sprachen der Tanz hat", hatte Claudia Kosterlitzky bei den Proben im Vorfeld gegenüber der NGZ erzählt. Das Versprechen hat sie eingelöst. Frech und frivol, anmutig und akrobatisch, grazil und gelenkig, sexy und spielerisch, erotisch und exotisch: Was die Tänzer unterschiedlichsten Alters da auf die AEG-Bühne brachten, war zweieinviertel Stunden lang eine gelungene Show.

Ein ganzes Jahr lang hatten Claudia Kosterlitzky und Marie-Lou Thieme Musik und Tänze ausgewählt, mit ihren Akteuren geprobt, farbenprächtige Kostüme entworfen und zum Teil selbst genäht. Kosterlitzky ist ausgebildete Tanzpädagogin und unterrichtet bereits seit 1985 bei der SG Kaarst Kinder, Jugendliche und Erwachsene in den Tanzrichtungen Modern, Ballett, Jazz und Kindertanz. Die Sparte Orientalischer Tanz leitet Thieme seit elf Jahren bei der SG Kaarst. Für die abschließende Jubiläumsveranstaltung der SG Kaarst hatten sich die beiden Abteilungen Tanz- und Kunstturnen sowie die Sparte Orientalischer Tanz erstmalig zusammengeschlossen.

Unter realen Bedingungen — im AEG-Forum — wurde viermal geübt, davon nur einmal auf der erweiterten Bühne. Und dennoch klappte alles: Der Auftakt bei UV-Licht und entsprechend schwarz-weiß gekleideten Akteuren, die sich akrobatisch verrenkten, um "100 Jahre" körperlich zu formen. Weiblichkeit pur gab es zu sehen bei den Licht-, Schwerter- oder Burlesque-Tänzen der orientalischen Bauchtanzgruppen. Graziös und beschwingt waren die unterschiedlichsten Choreographien aus dem Bereich Jazz- und Showtanz. Und testosterongeschwängert war die Luft, als die Breakdance-Gruppe "Break2Beat" ihre phänomenalen athletischen Leistungen präsentierte. Das Publikum war begeistert von diesem Kaleidoskop der unterschiedlichsten Tanzstile und dankte entsprechend mit langanhaltendem Applaus und zum Schluss sogar mit Standing Ovations.

(NGZ)