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Kaarst: Großer Andrang bei der Ausbildungs- und Studienbörse

Veranstaltung in Kaarst : Großer Andrang bei der Ausbildungs- und Studienbörse

Jugendliche, die einen Ausbildungsplatz suchen oder studieren möchten, müssen sich enorm umworben gefühlt haben auf der Ausbildungs- und Studienbörse in der Rathausgalerie.

„Wir suchen Dich“, war zum Beispiel auf einem Plakat am Stand von Ikea zu lesen. „Viele Stellen sind aber schon besetzt“, räumte Gaby Holtz ein. Trotzdem wurde deutlich, dass fast überall noch was geht. Besonders gute Karten haben Bewerber, die an einem Handwerksberuf interessiert sind. Es muss ja nicht gerade die Tischlerlehre sein, die nach wie vor sehr beliebt ist.

Die Ausbildungs- und Studienbörse war wieder von der Jungen Union und von der KKF (Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung) organisiert. Als Karl-Heinz Möllers vom KKF-Vorstand die Gäste begrüßte, was das Gedränge schon groß. Ulrike Nienhaus sprach nicht als KKF-Vorsitzende, sondern als Bürgermeisterin. Sie bedankte sich bei allen, die mit einem Stand vertreten waren.

Er trug Tarnkleidung, wollte aber gesehen werden: Norwin Sommerfeld warb für die Bundeswehr als Arbeitgeber. „Wir suchen unter anderem IT-Kräfte“, sagte Sommerfeld. Was auffiel: Viele Eltern waren mit ihrem Nachwuchs gekommen – viele Kids wirkten etwas beklommen, so als würde ein Zahnarztbesuch anstehen. Eine Zahnarztpraxis war auch vertreten: Nancy Roth von der Praxis von Jennifer und Andreas Levin warb für den Beruf der Medizinischen Fachangestellte.“

Dilara Ayan warb für das Vinzenz-Haus als Arbeitgeber. Sie hat eine kaufmännische Ausbildung absolviert, wies darauf hin, dass vor allem Pflegekräfte gesucht werden. Konstantin Clüsserath war so etwas wie das „Tapfere Schneiderlein“: Der 17-Jährige lernt bei Hügen und nähte an einer Dürkopp-Adler Nähmaschine, die deutlich älter als er sein dürfte, Taschen aus Markisenstoff. Er hat die Berufswahl nicht bereut. Oliver Kauertz vertrat die Kreishandwerkerschaft: „Ausbildungsberufe, die mit dem Hausbau zu tun haben wie Maurer oder Zimmerer sind eher unbeliebt.“ Oft müssten Jugendliche auch nicht, wie sie an Informationen herankommen: „Sie sind diesbezüglich oft nur wenig eigenständig unterwegs.“

Celina, Ilayda und Deborrah, 15 Jahre alt und Schülerinnen der Realschule Halestraße, schauten sich um. „Eigentlich wollen wir Psychologie studieren“, sagten Deborrah und Celina. Franziska Hoffmann von der Uni Aachen hatte Angebote für potenzielle Studenten wie die Hospitationswoche oder die „Schüler-Uni“ in den Sommerferien. Klaus-Dieter Pruss aus Vorst, Inhaber der Unternehmensberatung „Social Phoenix“, war im Auftrag von Mandanten auf der Suche nach jungen Leuten, die Groß- und Außenhandelskaufleute werden wollen im Raum Düsseldorf – Köln –Bonn. Heiner Hannen möchte auf seinem Biohof wieder Azubis einstellen. Michaela Schüpper vom Personalamt der Stadt Kaarst hat eine Ausbildungsstelle zum Fachangestellten beziehungsweise zur Fachangestellten für Medien und Informationsdienste zu vergeben – Arbeitsplatz wäre das Stadtarchiv im Souterrain des Rathauses.

Diesmal hatte Andreas Ehlert die Schirmherrschaft übernommen. Der Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf hatte sich vor der Eröffnung der Börse ins Goldene Buch der Stadt Kaarst eingetragen. Den interessierten jungen Leuten gab er den Tipp, ihr Herz bei der Berufswahl sprechen zu lassen.