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Kaarst: Die Herbstausstellung ist zurück

Herbstausstellung in der Rathausgalerie : Kaarster Künstler zeigen wieder ihre Werke

Nach einem Jahr Pause gibt es in der Rathausgalerie wieder die Herbstausstellung zu sehen. Die teilnehmenden Künstler und Künstlerinnen sind froh darüber.

Im vergangenen Jahr musste die Herbstausstellung Kaarster Künstler ausfallen. Jetzt gab es keine Vernissage, die Künstler können nur einen Teil der Rathausgalerie nutzen und trotzdem sind die Künstlersprecherinnen Petra Groh und Maria Höveler froh darüber, dass eine Ausstellung wieder möglich ist.

Neben Altbekannten wie Elke Beyer, die diesmal mit Stillleben vertreten ist, Ute Kreutzer-Danstedt, die bislang ungegenständlich arbeitete und jetzt ein Bild mit einem Gesicht, das an „Der Schrei“ erinnert oder Klaus Büschgens, dessen Aquarelle ihm auf den ersten Blick zuzuordnen sind. Auch Uli Fern mit seinem Bild „Ossum“, das die Ruhe und Kraft, die das Landleben bietet, widerspiegelt, ist sich selbst treu geblieben. Ille Mularski zeigt ihre Scherenschnitte. Ausgangsmaterial sind Milchtüten. Die bunten Objekte zeugen von Lebensfreude und unverminderter Feinmotorik; keine Selbstverständlichkeit für eine 90-Jährige.

Die Collagen aus Textilien stammen von Elaine Aurelie Magnongui, sie sind als afrikanische Kunst zu identifizieren. Sie wirken kraftvoll mit ihrer starken Farbigkeit – stark, wenn auch ein bisschen verrückt: Die Frau, die Erika Jörgenshaus gemalt hat. Gerlind Engelskirchen, die jetzt, mit 80 Jahren, nicht mehr als Künstlersprecherin kandidiert hat, zeigt Fotos mit Bäumen als Hauptdarsteller, die den Blick des Ausstellungsbesuchers magisch anziehen; Robert Stefanski entführt den Betrachter mit seinen Pigmentdrucken in eine bizarre Wunderwelt der Bäume.

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Iris Bolz überrascht mit ihren Exponaten: Die bekannte Keramikerin beweist jetzt, dass sie auch mit dem Material Glas umgehen und daraus Schönes und Interessantes schaffen kann. „Hoffnung“, „Hilflosigkeit“, „Wut“: Heike Plohs“ Frauen in Pastell sind stark – trotz allem. Beate Palmen ist mit Installationen vertreten, mit Bündeln aus Müll, zum Teil auf Rädern. Sie sollen nachdenklich stimmen.

Petra Groh lässt den Besucher einen QR-Code per Smartphone entschlüsseln. Maria Höveler zeigt mit ihren Mehrfarben-Linoldrucken von der verlorenen Platte auf sehr reduzierte Weise die Schönheit der Fjorde vor Oslo. Im Rahmen der Ausstellung, die bis zum 9. Januar geöffnet ist, sind noch Werke zahlreicher anderer, teilweise auch noch recht unbekannter Kaarster Künstler zu sehen.